Kurzfilm der Woche: Lusaka Sunrise

Christoph Ries

Der Kurzfilm "Lusaka Sunrise" erzählt von einer Fußballschule mitten im afrikanischen Busch. Die Mädchen und Jungs, die unter Trainer Victor Mawere das Kicken lernen, wissen, wie man einen Gegner ausspielt - und wie man verhindert, sich mit Aids zu infizieren.



„Passen! Passen!“ brüllt Victor Mawere in die Runde. „Pass den Stein, nicht aufhören.“ Der Fußballcoach aus Lusaka, Sambia steht vor einem Dutzend Jungen und gestikuliert wild mit den Händen. Schulter an Schulter aufgereiht stehen die Jungen vor ihm, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, ihre Körper ersaufen in knielangen Synthetik-Trikots. „Und jetzt stopp!“




Der Coach zieht einen Jungen heran. "Weißt du, hinter welchem Rücken sich der Stein befindet?" Der Junge schüttelt den Kopf. "Schau in ihre Gesichter! Kannst du erkennen, wer der den Stein hat?" Der Junge lacht, alle anderen lachen mit, auch Victor. "Genauso so ist es auch mit Aids. Ihr erkennt nicht am Gesicht, ob jemand HIV hat oder nicht," erklärt der Trainer, der zwischen Kopfballtraining und Dribbling eine Runde Sexualkundeunterricht einschiebt.

Die Szene stammt aus "Lusaka Sunrise", unserem heutigen Kurzfilm zum Wochenende. Der Dokumentarfilmaus dem Hause Smooth Feather porträtiert die Arbeit von Grassroot Soccer, einer Anti-Aids-Organisation im zentralafrikanischen Sambia.



Der Verein klärt Jugendliche und Kinder über die Gefahren von HIV-Aids auf, indem er Fußballtraining mit Aids-Aufklärung kombiniert. Im Sommer 2006 begleitete ein Kamerateam Victor Mawere zum Training. Das filmische Ergebnis dieser Reise seht ihr hier.

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