Kunsthalle Messmer sucht Wände für Street-Art-Künstlerin Subi Roberto

Patrik Müller

Die US-Künstlerin Subi Roberto kommt für vier Wochen nach Riegel. Sie wird Artist in Residence bei der Kunsthalle Messmer – wer eine leere Wand zum Bemalen hat, kann sich dort melden.



Die Kunsthalle Messmer in Riegel hat zum ersten Mal einen sogenannten Artist in Residence. Die amerikanische Streetart-Künstlerin Subi Roberto soll ab dem 13. Mai vier Wochen lang in Riegel leben und in dieser Zeit mehrere Wände in der Region bemalen – das Kunsthallen-Team nimmt noch Bewerbungen entgegen.


"50 Quadratmeter sollten es schon sein", sagt Jürgen Messmer, Ex-Fabrikant und Chef der Kunsthalle. "Und es wäre wichtig, dass man einen guten Blick auf die Wand hätte, dass viele Autos daran vorbeifahren zum Beispiel." Die Kunstaktion soll für die Wand-Sponsoren nichts kosten. Messmer zahlt Honorar und Hotel der US-Künstlerin – und kommt auch für die Farbe auf. Ein Risiko, versichert er, gebe es auch nicht. "Sie malt nichts Anstößiges – und sie wird vorher sicherlich eine Skizze machen."

Subi Roberto wurde 1983 geboren. Sie stammt aus Kalifornien, wuchs in West Virginia und Hawaii auf. Ihren Durchbruch hatte sie im Jahr 2011 in Miami mit ihrem großformatigen Wandgemäldeserie "Lightwalkers". Die Werke zeigen eine unendlich scheinende Menge geschlechtsloser Gesichter mit spiegelnder Stirn. Mal auf 60 mal 5 Metern, mal auf 36 mal 16 Metern. In Südbaden will sie aber ihre andere Serie "The Flying People" malen. Die besteht aus formlosen Menschen, die ihre Arme wie Flügel ausbreiten – gerne auch mal in Kombination mit großen Gesichtern.

Einige Projekte stehen schon fest. In der "Galerie M" der Riegeler Kunsthalle wird Subi Roberto Leinwände mit kleineren Bildern bemalen – die sollen dann verkauft werden. Jürgen Messmer will sie außerdem eine fünf mal neun Meter große Wand auf dem früheren Brauereigelände in Riegel mit ihren fliegenden Menschen bemalen lassen. In dieser Sache verhandelt er aber noch mit der Gisinger-Gruppe, der Eigentümerin des Geländes. "Wenn es regnet", sagt Messmer, "arbeitet sie in der Galerie."

Wenn es nicht schüttet, soll sie im "Großraum Freiburg" (Messmer) Wände bemalen. Der Kunsthallen-Chef hofft jetzt auf Bewerbungen – bitte mit Bild. "Sie will ein Foto der Wand sehen", sagt Messmer, "dann entscheidet sie, was sie macht."

Subi The Artist



Quelle: YouTube


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