Künstlerprojekt

Kulturaggregat kann bis Jahresende in Hilda 5 bleiben

Joachim Röderer

Aufatmen beim Verein, der das Projekt "Kulturaggregat" in der Hildastraße 5 trägt: Zumindest bis Jahresende ist der Verbleib des Projekts gesichert. Jetzt werden weitere Unterstützer gesucht.

Das von einem gemeinnützigen Verein getragene Künstlerprojekt Kulturaggregat steht bekanntlich auf der Kippe. Doch nun schöpfen die Initiatoren neue Hoffnung: Die "Hilda 5" geht in die Verlängerung. Der Vermieter der ehemaligen Räume des Pianohauses Lepthien an der Hildastraße 5 hat den Vertrag bis Jahresende verlängert. So lange hat das Kulturaggregat nun Zeit, Sponsoren, Fördermitglieder und Zuschussgeber zu finden.


Die nächsten Monate sind sicher – aber wie geht’s weiter?

Kunst und Kultur in den öffentlichen Raum bringen – das ist der Auftrag, den sich das Kulturaggregat selbst gegeben hat. Ein Ergebnis ist das große Kinderbild der Berliner Streetart-Künstler Innerfields, das seit einigen Wochen an einer Hauswand nahe der Schwabentorbrücke zu sehen ist. Vorsitzender Darwin Zulkifli, sein Stellvertreter Michelangelo Mochi und die übrigen Unterstützer haben noch viele Ideen im Kopf – und könnten weitere international bekannte Künstler aus der Streetart-Szene nach Freiburg holen.

Immerhin: Das akut drohende Aus konnte durch eine Verlängerung des Mietvertrages in der Hildastraße 5 abgewendet werden. Doch nun läuft das Aggregat auf Hochtouren für die nächsten entscheidenden Schritte. Denn nun schreiben sie Anträge für Fördergeld bei Stadt und bei Stiftungen. Sie hoffen auf Sponsoren und Kulturinteressierte, die als Fördermitglieder ihren Beitrag leisten, um für 2017 einen Businessplan zu stemmen. Seit März hat die Hilda 5 immerhin 3500 Besucherinnen und Besucher gezählt.

500 Quadratmeter für Kultur

Die Gesamtfläche des Hauses liegt bei 500 Quadratmeter. Es gibt einen Art-Shop, ein Art-Café, einen kleinen Veranstaltungsraum im Keller mit Platz für 50 bis 85 Besucher, je nachdem ob mit oder ohne Bestuhlung. Zwei Proberäume könnten in der Hilda 5 ebenfalls eingerichtet werden, auch Workspace für kreative Arbeitsplätze werden angeboten.Die Macher haben ein Exposé aufgelegt, in dem sie ihre Arbeit und ihre Ideen erklären. Sie haben bereits Künstler aus aller Welt in die Stadt geholt und würden dies gerne auch weiter tun. Doch sie brauchen finanzielle Hilfe fürs kommende Jahr – aber auch schon für die Überbrückungszeit bis Jahresende.
Ausstellung und Film

Am Freitag, 30. September, ab 18 Uhr, und am Samstag gibt’s in der Hilda 5 die Ausstellung "Panopticum" von Bartłomiej Trzos und Anna Miszczyszyn aus Polen. Den Rahmen bildet das Projekt "Musikalischer Roadmovie durch Schlesien-Provinzkultur" von Isabella Pikhard (Kunstenklave). Die Filmvorführung findet am Samstag, 21 Uhr, im Slow Club, Haslacher Straße 25, statt.

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