Kultur für die WM: ein Fußball-Schauspiel aus Freiburg

Adrian Hoffmann

Das Leben eines Fußballtrainers ist schön und hart zugleich. Im Grunde ist es zwangsläufig Stoff für ein Theaterstück; bei dieser Dramatik. Das Freiburger PAN.OPTIKUM hat eine wunderschöne Idee: Die Schauspieler machen in ihrer WM-Veranstaltungsreihe “BallGefühl” Freilichtbühnen zu imaginären Spielfeldern und skizzieren über mehrere Stationen hinweg den Werdegang eines Trainers ? vom kickenden Schüler zum gefeierten Star.

Das Ganze wird sogar von der DFB-Kulturstiftung unterstützt. Es gibt nur eine Schwierigkeit: Wie kann ein Theaterstück mit Fußball mithalten? Also ? wo bleibt die Spannung? “Gegen so ein 90-Minuten-Spiel kommt man nicht an, da kackt jedes Theaterstück dagegen ab”, sagt Matthias Rettner (42) vom PAN.OPTIKUM. Deshalb versucht er erst gar nicht, einen Spielverlauf nachzuspielen, sondern konzentriert sich ganz auf die Biographie eines Trainers, mit allen emotionalen Höhen und Tiefen, Visionen, Rückblenden, Szenen am Spielfeldrand. “Das Stück muss einfach so konzipiert sein, dass es auch Nicht-Fußballinteressierten gefällt.”Mit Hilfe von audiovisuellen Medien gibt das Schauspiel auf der Freilichtbühne richtig was her. Auch Feuerwerkskörper kommen zum Einsatz, und die Schauspieler schweben an Seilen durch die Lüfte. Schade ist nur, dass Freiburg nicht zu den Veranstaltungsorten gehört.Aufgeführt wird “BallGefühl” bisher an folgenden Orten ( die geplante Mexiko-Tour musste abgesagt werden):27. Mai: Nürnberg (D)03. Juni: Stuttgart (D)17. Juni: Dortmund (D)28. Juni: Hagen (D)