Küchengeheimwissen (2): Die Pfannkuchenwende-Formel

Sophie Guggenberger

Wie man einen Pfannkuchen in einem Stück wendet, sieht physikalisch folgendermaßen aus: Die Wurfgeschwindigkeit (v) ergibt sich aus der Quadratwurzel von Pi mal Schwerkraft (K) geteilt durch die vierfache Entfernung zwischen dem Ellbogen des Werfers und dem Mittelpunkt des Pfannkuchens (d).

Folglich ergibt sich die Formel: v= ??·K/(4d) Britische Physikstudenten haben diese Formel entwickelt, mit der sich der perfekte Wurf eines Pfannkuchens mathematisch berechnen läßt. Entscheidend sei die persönliche Wurfgeschwindkeit, verraten die Studenten in einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA. Der Entwicklung der Formel gingen zehnwöchige Labortests in der Universität Leeds voraus. Dabei verwendeten die Jungforscher einen mechanischen Arm und Pfannkuchen-Attrappen aus Karton, um den Bewegungsablauf beim Wenden zu simulieren. Ihr Ergebnis half auch bei der Entwicklung einer Pfannkuchen-Wurfmaschine. Der Leipziger Ralf Laue, 35-jähriger Weltrekordhalter im Pfannkuchenwenden (416 Umdrehungen in zwei Minuten), meint hierzu nur: "Vergessen Sie's. Die Formel hilft nicht wirklich weiter. Zumal die Forscher statt Pfannkuchen Pappscheiben genommen haben - die biegen sich lange nicht so. Mein Tipp: Dick und gleichmäßig gebacken lassen sie sich leichter wenden. Lieber weniger Fett nehmen, dafür ein paar Spritzer Mineralwasser. Das macht den Pfannkuchen leichter. Und: Seien Sie mutig! Nur wenn er hoch genug geworfen wird, hat er genug Zeit, sich zu drehen."