Kripo nimmt 28-jährigen Sexualtäter fest - dank DNA-Spuren

Joachim Röderer & Alexandra Sillgitt

Vor einem Monat hat ein unbekannter Mann ein 13-jähriges Mädchen in der Bissierstraße sexuell misshandelt. Gestern hat die Kripo den 28-jährigen Täter festgenommen - dank DNA-Spuren an der Kleidung des Mädchens. Die Polizei geht davon aus, dass er nicht zum ersten Mal zugeschlagen hat.



Die Kriminalpolizei Freiburg hat den Mann überführt, der am 19. Februar 2013 ein Mädchen in einem Haus an der Bissierstraße sexuell missbraucht haben soll. Es handelt sich um einen 28-Jährigen, der seit 2009 in einer Umlandgemeinde lebt. Der Fahrradmechaniker wurde am Dienstag an seinem Arbeitsplatz in Freiburg festgenommen. "Der Mann legte nach seiner Festnahme ein Geständnis ab", sagte Freiburgs Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid. Die Justizbehörde habe einen Haftbefehl erwirkt. 


Die Polizei geht davon aus, dass der Mann nicht zum ersten Mal in Freiburg zugeschlagen hat. "Sein Vorgehen in der Bissierstraße hat Ähnlichkeiten mit anderen Fällen in der Vergangenheit", sagte Schmid. Nach ersten Ermittlungen könnte er auch der Mann gewesen sein, der im Mai 2009 im Bereich des Hauptfriedhofs ein Kind sexuell angegangen hatte. Weiter verdächtigt ihn die Polizei, im September 2010 ein Kind in Herdern sexuell missbraucht zu haben. Im März 2012 soll er im Bereich Oberau zugeschlagen haben – dort vergriff er sich gleich an zwei Mädchen.

"Es waren in allen Fällen massive Übergriffe", sagte Schmid der Badischen Zeitung. Alle Übergriffe seien tagsüber geschehen, zudem stimmten die Täterbeschreibungen überein. Der Polizei zufolge überprüfen die Fahnder auch weitere Sexualdelikte, die bislang ungeklärt sind. Das Verfahren werde noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. 

Im Fall in der Bissierstraße hatte der 28-Jährige das Mädchen in ein Wohnhaus verfolgt. Im Aufzug fuhr er Angaben zufolge mit ihm in den Keller und missbrauchte es. Die Polizei fahndete mit einem Phantombild nach dem Mann und Kriminaltechniker sicherten DNA-Spuren an der Kleidung des Mädchens – die die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen führten. "Er war an seinem alten Wohnort bereits wegen Kinderpornographie auffällig geworden", sagte Schmid. "Seine DNA war in der Datenbank." Bei den anderen Übergriffen hatte die Polizei dem Polizeisprecher zufolge keine DNA gefunden.

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[Bild: Dominic Rock]