Kreis Lörrach: Zwei Tote nach Jagdunfall

Alexandra Sillgitt & Karl Heidegger

Bei einer Treibjagt im Kreis Lörrach hat ein Jäger versehentlich einen Kameraden erschossen, und sich danach selbst getötet.

Das tragische Geschehen spielte sich am Mittwochabend ab: Eine Gruppe von zwölf Jägern und drei Treibern war in der Nähe von Schwörstadt auf der Jagd. Von einem Hochsitz aus schoss ein 71-jährige Jäger in ein Maisfeld, glaubte ein Tier erlegt zu haben. "Ein anderer Jäger suchte dann zwischen den Stauden nach der vermeintlichen Beute", erklärt Joachim Langanky, Pressesprecher der Polizeidirektion Lörrach. "Dort fand er einen tödlich verletzten Treiber."


Der 39-Jährige sollte das Wild aufscheuchen – und wurde selbst getroffen. Laut Langanky stieß der Schütze dazu, war "völlig bestürzt und aufgebracht – und fuhr nach Hause". Dort richtete er seine Waffe gegen sich selbst. Er erlag seinen Verletzungen noch in seiner Wohnung.

Der getötete Treiber trug genau wie seine beiden Kollegen eine rote Warnweste, um sich von der Umgebung abzuheben – so ist es bei einer Gesellschaftsjagd Vorschrift. Warum der 71-Jährige ihn dennoch mit einem Tier verwechselte, ist unklar. Auch gibt es noch keinerlei Informationen zu den beiden Getöteten selbst. Die Polizei ermittelt derzeit die näheren Umstände des Unglücks.

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