Kommt die "Sea of Love" 2016 zurück?

Daniel Laufer

"Sea of Love. Coming Back 2016." Diese Ankündigung ist am Donnerstag nach vier Jahren Funkstille auf der Facebook-Seite der "Sea of Love" aufgetaucht. Details sind noch unbekannt - doch es gibt erste Hinweise:



Vier Jahre lag der letzte Post auf der Facebook-Seite der "Sea of Love" zurück – und jetzt das: neues Titelbild, unmissverständlich, eine Ankündigung. "Sea of Love. Coming Back 2016. Same love. Different place." Wer eine "Sea of Love 2016" veranstalten soll und vor allem wo, erfährt man auf der Seite nicht. Doch es gibt erste Hinweise.


Nach der vorerst letzten Auflage der "Sea of Love" 2012 haben die Markeninhaber Endless Event GmbH und Four Artists Booking Agentur GmbH ihre Namensrechte an Bernd Breiter übertragen. Breiter ist Geschäftsführer von BigCityBeats, einem ehemaligen Partner. "Es gibt allerdings einen Gebietsschutz – in einem Umkreis von 50 Kilometern um Freiburg darf die 'Sea of Love' nicht mehr stattfinden", sagt Bela Gurath, Geschäftsführer von Endless Event GmbH. Das hat Konkurrenzgründe, Gurath veranstaltet den Nachfolger der "Sea of Love" am Tunisee – die "Sea You".

BigCityBeats ist in erster Linie ein Internet-Radiosender mit Sitz in Frankfurt. Gemeinsam mit der Hanauer Event-Agentur 2bp Communications GmbH, deren Geschäftsführer Breiter ebenfalls ist, veranstaltet BigCityBeats aber auch große Elektro-Festivals wie den "World Club Dome" in Frankfurt (mit in diesem Jahr rund 100.000 Besuchern) oder den "SommerTagTraum" in Ravensburg (rund 15.000 Besuchern).

"Interessenten in Süddeutschland"

"Es gibt Interessenten, die mit einem schlüssigen Konzept an mich herangetreten sind, um eine 'Sea of Love' in Süddeutschland zu veranstalten", so Breiter. "Ob dann aber BigCityBeats oder 2bp Communications involviert sein werden, steht überhaupt noch nicht fest. Momentan sind beide Firmen ausgelastet."

Trotzdem gibt es Anzeichen, dass hinter den Kulissen womöglich schon an Plänen gewerkelt wird. Am vergangenen Donnerstag wurde die Ankündigungsgrafik auf die Facebook-Seite der "Sea of Love" (knapp 32.000 Likes) hochgeladen, kurz darauf auf Facebook auch beworben – jemand bezahlt also bereits Geld dafür.

Anhand von Angaben wie Likes, Alter oder Wohnort der Nutzer lässt sich bei Facebook exakt festlegen, welcher Zielgruppe welche Werbung angezeigt werden soll. Vermutlich ist das Bild also nicht zufällig auch in der Facebook-Timeline von Freiburger Mittzwanzigern aufgetaucht.

Die Ankündigung der "Sea of Love 2016" fiel zudem mit der "Sea You 2015" zusammen. "Den Zeitpunkt fand ich ein bisschen unpassend", so Gurath. Vielleicht hätte man da noch eine Woche warten können – so etwas bringt immerhin Verwirrung rein."

Möglich natürlich auch, dass der Zeitpunkt so absichtlich gewählt wurde, wie die Zielgruppe der Facebook-Werbung. Hat der neue Veranstalter etwa ein sehr konkretes Interesse am alten Freiburger "Sea of Love"-Publikum, das sich nun auf der "Sea You" rumtreibt?

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[Foto "Sea of Love" 2011: dpa Picture Alliance]