Komisches Geld

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, wie viele Länder inzwischen offiziell den Euro als Währung eingeführt haben? Mittlerweile kann man in 21 Ländern mit der Gemeinschaftswährung bezahlen, von denen aber nur 15 EU-Mitglieder sind. Und ein recht neues EU(ro)-Land hat schon so besondere Münzen herausgebracht, dass man bei denen auf den ersten Blick an Falschgeld denkt. Doch es sind echte slowenische Euronen.

Der Beitritt Sloweniens zur Euro-Zone zum 1.1.2007 hat Numismatikern und normalen Geldliebhabern auch mit den regulären Münzen viel Schönes und Neues gebracht: So kann man unter anderem auf der 1-Cent-Münze einen Storch stehen sehen und auf der 20-Cent-Münze springen einem zwei Lipizzaner-Pferde entgegen (benannt nach dem Gestüt nahe der Stadt Sežana).


Doch anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft Sloweniens 2008 wurden mehrere Sondermünzen geprägt: Neben wenigen 30-Euro-Münzen aus Silber und noch weniger 100-Euro-Münzen aus purem Gold wurden auch 200 000 3-Euro-Münzen geprägt.

Sie bestehen aus den gleichen Metallen wie reguläre 2- und 1-Euro-Münzen, sehen den 1-Euro-Münzen sehr ähnlich und sind sogar offizielles Zahlungsmittel. Da aber ihr Sammlerwert den Nennwert um etwa das Zehnfache übersteigt, dürften kaum welche im Umlauf sein. Angucken kann man sich die Sondermünzen auf der Webseite der Banka Slovenije.