Kohle im Boden für ein besseres Klima

Jule Markwald

Anna, Gian und Felizitas aus der Ortenau sind Experten für Biokohle. Mit ihrem Projekt bei Jugend forscht wollen sie nicht nur Erträge von Landwirten vergrößern und Wasser sparen sondern nebenbei auch noch den Treibhauseffekt aufhalten. Wie das Ganze funktioniert:

Seit einem halben Jahrhundert war es in Deutschland nicht so trocken wie momentan. Ein trockener Winter und ein noch trockenerer Sommer 2016 haben den Grundwasserspiegel vielerorts drastisch absinken lassen. Weil Experten davon ausgehen, dass sich die Lage durchaus noch verschlimmern könnte, muss eine Lösung her. Anna Schwarz, Gian Sander und Felizitas Suhm haben sich auch deshalb viel mit aktivierter Biokohle auseinandergesetzt.


Zur Anbaufläche hinzugefügt, agiert diese als eine Art Speicherschwamm. Dünger nimmt sie auf und gibt sie langsam über einen langen Zeitraum an die Pflanzen ab. Genauso mit Wasser, das sie nebenbei auch noch reinigt. Sogar CO2 kann die Kohle aus der Luft filtern und einspeichern. Eine echte Multifunktionswaffe gegen die unterschiedlichsten Entwicklungen der Umwelt also.

Bei ersten Versuchen konnten die Nachwuchsforscherinnen einen Ertragszuwachs von bis zu 40% verzeichnen. Unterstützung erhielten sie dabei von der Hochschule Offenburg, sowie von verschiedenen Bioland- und Weinbauern.
Mehr dazu:

Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Februar 2017
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: frei (öffentliche Ausstellung am Freitag, 10. Februar, ab 9 Uhr)

Disclosure

Fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden traditionell vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG, in dem wir einige interessanteste Themen rund um das Thema Jugend forscht präsentieren.