Kofferbombe in der Deutschen Bank: Täter wollte Bargeld

David Weigend

Ein nun gefundenes Schreiben gibt Auskunft über das Motiv des Täters, der vor einer Woche den Sprengstoff-Koffer in der Deutschen Bank am Rotteckring abgelegt hat: der Flüchtige forderte mehrere hunderttausend Euro Bargeld; sofern man seine Forderung nicht erfülle, würde er die Kofferbombe zünden.



Wie bereits berichtet, wurde vor einer Woche in der Schalterhalle der Deutschen Bank am Rotteckring von einem bislang unbekannten Mann ein Koffer abgestellt. Gleichzeitig wurde von diesem ein Schreiben ausgehändigt, mit auf den ersten Blick diffusen Handlungsanweisungen und dem Hinweis auf Sprengstoff, der sich im Koffer befinden soll. Spezialisten vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg haben den Koffer nach vorheriger Überprüfung mit technischem Gerät geöffnet. Die weiteren Untersuchungen des Inhalts sind noch nicht abgeschlossen.


Bei der Untersuchung des durch die Zündung beschädigten Koffers und der abgelegten Sporttasche konnte die Polizei nun Fragmente eines Schriftstücks identifizieren, in denen der Täter einen Geldbetrag von mehreren hunderttausend Euro forderte, ansonsten würde eine im abgestellten Koffer installierte Bombe gezündet.



Das geforderte Bargeld sollte in der neben dem Koffer abgelegten Sporttasche verpackt und später an einen Boten übergeben werden.

Der Koffer wird wiefolgt beschrieben: Fotokoffer aus Aluminium, Fabrikat "Wisent", 32 x 23 x 15,5 Zentimeter groß.

Beschreibung der Sporttasche: Blau, mittlere Größe, ohne Fabrikatsbezeichnung. Auffallend ist, dass an beiden Reißverschlüssen offensichtlich vom Besitzer ein Stück helle Kordel angebracht wurde.

Täterbeschreibung: 55 bis 60 Jahre alt, etwa 165 Zentimeter groß, kräftige Figur; er trug eine dunkle, eventuell dunkelblaue Jacke, eine dunkle Hose und eine schildmützenähnliche Kappe, außerdem eine Sonnenbrille mit auffallend dunklen Gläsern.

Die Kriminalpolizei fahndet weiterhin nach dem Täter. In diesem Zusammenhang fragt sie, wer Hinweise zu einer Person geben kann, die bis zum 27. Februar im Besitz der oben beschriebenen Gegenstände war. Bitte melden Sie sich bei der Kriminalpolizei Freiburg unter Telefon 0761/882-4884 oder über das anonyme Telefon unter 0761/41262 oder unter eMail kripo.freiburg@pdfr.bwl.de  

Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.