Königin Rania von Jordanien: Mit YouTube-Videos gegen Vorurteile

Aljoscha Harmsen

Rania Al Abdullah, Königin von Jordanien, ist überrascht. Überrascht davon, wie wenig viele Menschen über die arabische Welt wissen. Ob dort Frauen arbeiten dürfen, oder ob alle Araber Amerikaner hassen, wurde sie gefragt. Jetzt hat sie einen YouTube-Kanal gestartet, mit dessen Hilfe sie Fragen beantwortet und Vorurteile abbauen will.



Sie ist ganz neu auf YouTube: Erst vor sechsTagen wurde der YouTube-Account angemeldet, den Rania Al Abdullah nutzen möchte, um mit anderen YouTube-Nutzern einen Dialog aufzubauen. In ihrem ersten und bisher einzigen Video erklärt sie, ihre Gründe für den Gang auf die Video-Plattform: Sie will, zusammen mit anderen You-Tubern, Stereotypen, Vorurteile und Fragen über den Nahen Osten und die arabische Welt beantworten, und Nutzern helfen, die arabische Welt ungefiltert kennen zu lernen.


In den Kommentaren stößt sie mit ihrem Vorhaben nicht nur auf Zuspruch, wenn sie als liberale, arabische Frau eine Stellvertreterprosition einzunehmen möchte. So kommentiert activemuslim: "Dont talk in my name. when you are talking say that you are talking in the name of liberal secular arab womens. not all arab women." DonTareq beschränkt sich nur auf Beleidigungen : "You unashamed woman should first become an muslim and wear hijab. Jordan is a country that have no honor. If they had they would not accept a queen like you."

Rania Al Abdullah, Ehefrau von Abdullah II von Jordanien, wurde von Forbes unter die100 mächtigsten Frauen der Welt gewählt, setzt sich für Frauenrechte ein und wurde mehrfach für ihr philanthropisches Engagement geehrt.



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[Danke an Malte für den Hinweis!]