Metal im Schwarzwald

Knallharter Sound zu Weihnachten: So war Heavy Xmas in Grafenhausen

Wolfgang Scheu

Drei Bands aus der Region, die noch nicht so bekannt sind, rockten die Bühne: Kirschwasser Punk-Rock, Metal und Death’n’Roll begeisterten die Heavy-Xmas-Fans in Grafenhausen.

Die Bühne war klein und eng, die Lightshow beschränkte sich auf LED Strahler. Völlig egal – die Veranstalter landeten einen Volltreffer. Das Kartenkontingent war innerhalb einer Woche ausverkauft und Fans und Musiker waren begeistert, sie feierten ein Weihnachtskonzert der besonderen Art. Statt "Trollfest" oder Hochkarätern wie "Grand Magus" gab es Bands aus der Region, die noch nicht so bekannt sind, aber den "Großen" in puncto Können und Spielfreude in nichts nachstanden.


Los ging’s mit Kirschwasser Punk Rock mit deutschen Texten von "Garasch Delüxe" mit Musikern aus Löffingen und einem Bonndorfer: Boris Schmid (Gesang), Marc Kiefer (Bass), Mic Schwab (Schlagzeug) und Hardy Huber (Gitarre). Ihr guter alter Punk mit deutschen Texten kam bestens an, sie waren kein Opener, sondern eine von drei "mega geilen" (Zitat eines Fans) Bands an diesem Abend.

"Grrrr Grrrrr Grrrrrrrrr"


"Scarcrow" aus Donaueschingen brachten Hard Rock/Metal auf die Bühne. Vom dominanten Sänger Damon Fry gab’s nicht nur kräftig auf die Ohren, er schwang auch den Baseballschläger, und Simon Schorp, der Mann am Bass (und mit seiner Mähne zuständig fürs fotogene Head Banging) wurde schon mal am Hals gepackt.

"Grrrr Grrrrr Grrrrrrrrr" – so in etwa lautet der Text zum Metal Growl von "Fuck of Death" aus Stuttgart. Zitat Kerstin Heller: "Sie sind wahnsinnig jung und machen "Death and Roll". Der Drummer sah die Gesichter der begeisterten Fans nicht nach seinem fantastischen Solo – er ist blind. Der charismatische Sänger war in seiner eigenen Welt und insgesamt sorgten die Jungs – wie auch die zwei Bands vor ihnen – für großartige Stimmung.

Sehnsucht nach Wiederaufnahme des Events

Egal, ob es in Zukunft in Grafenhausen ein neues großes Heavy Xmas geben wird, oder, ob man bei der Mini-Variante zurück zu den Wurzeln bleibt – der Verein Black Forest Culture e.V. wird hoffentlich dafür sorgen, dass es weitergeht mit Hardrock und Metal im Schwarzwald. Vorstand Sepp Stiegeler, der am Ende noch kurz auf der Bühne stand, sich aber sonst im Großen und Ganzen im Hintergrund hielt, war jedenfalls begeistert und dankte dem Organisations-Team, den Bands und den treuen Fans beim "Metal-Familientreffen".

Im vergangenen Jahr machte das Heavy-Xmas-Festival von Black Forest Culture Pause. Die Sehnsucht nach einer Wiederaufnahme des Events war aber groß, bei den Fans und im Verein. Kerstin Heller, Eileen Jahn und Christian Gantert, sie sind der Motor im Verein, warteten deshalb mit einer Mini-Ausgabe "Heavy Xmas – Back to the Roots" im Foyer der Schwarzwaldhalle in Grafenhausen auf.

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