Kid Simius spielt am Sonntag in Schmitz Katze - mit seinem Bruder Miguel

Laura Wolfert

Sangria gemischt mit Club Mate – das ist Kid Simius. Der DJ, der durch die Zusammenarbeit mit Marteria bekannt geworden ist, mischt Spanien mit Berlin – Flamenco und Elektromusik. Am Sonntag spielt Kid Simius in Schmitz Katze. Warum er für diesen Abend Shakira gegen eine Paprika eintauscht:



„Shakira und icke auf dem Weg nach Freiburg ins Schmitz Katze“, postete José mit Herzchen auf Instagram. José Antonio Garcia Solér, das klingt schon nach Musik - und ist der Geburtsname von Kid Simius. Vor zwei Jahren traf er die blonde Latina bei den Echos. „Da habe ich eben ein Foto mit Shakira gemacht. Ein Tag darauf hatte ich ein Konzert in Schmitz Katze, deswegen habe ich aus Spaß angekündigt, dass ich sie mitnehmen werde.“ Rund zwei Jahre ist das jetzt her.


Am Sonntag wird Kid Simius vom männlichen „Pendant“ Shakiras begleitet: Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Miguel. „Er hat vor ein paar Jahren angefangen, Musik zu machen und hat mir seine Sachen gezeigt. Ich fand das super und das nicht nur, weil er mein Bruder ist. Er lebt seit Mai vergangenen Jahres in Berlin.“

Paprika mit Leidenschaft

Kid Simius will seine Tracks unter seinem Label veröffentlichen. „Es ist schön, die Arbeit mit meiner Familie teilen zu können“, sagt er. Der Künstlername seines Bruders Miguel Garcia Solér lautet „The Pimientos“ - zu Deutsch: Paprika.

Seine Release-EP „Don´t forget the Passion“ (Vergiss die Leidenschaft nicht) soll nächste Woche - Anfang April - erscheinen. Diese will er Sonntagabend in Schmitz Katze präsentieren, dabei in die Tasten des Keyboards hacken und Kid Simius musikalisch mit E-Drums begleiten.

Und was kommt raus, wenn ein Spanier elektronische Musik produziert? Berlin Flamenco – ein Track von Kid Simius neuen Albums „Jirafa Waves“. „Ich komme aus Granada, Spanien, und diese Kultur möchte ich in der elektronischen Welt, Berlin, unterbringen“, sagt der 28-Jähirge. „Ich bin sehr stolz, dass ich in Andalusien geboren bin. Die Kultur, das ist Teil meiner Identität. Die ganze Elektromusik, Techno, das ist sehr Deutsch. Ich möchte aber, dass man bei der großen Auswahl an Elektromusik in Berlin raus hört, woher ich komme“, sagt Simius. "Ich werde bald eine Flamenco-Platte machen, aber unter anderem Namen. Das hat bisher keiner gemacht: Flamenco richtig umgesetzt auf Elektro."

Koteletten oder Six-Pack?

Mit 22 Jahren brach der gebürtige José sein Psychologiestudium ab, um nach Berlin zu ziehen und wurde im selben Jahr als DJ von Marteria beziehungsweise Marsimoto bekannt. Auf seine erste EP „Who The Fuck Is Kid Simius“ folgten „El Clásico“ und seine Alben „Wet Sounds“ und „Jirafa Waves“. Eine steile Karriere, die durchaus anstrengend sein kann. Kid Simius probiert fit zu bleiben:

„Das ist total wichtig, damit man dann bei der Musik rocken kann“, sagt er. Stay healthy – das postet er auch auf Instagram: In der Hand hält er ein Men´s Health Magazin, während er seinen aufgeblähten, haarigen Bauch in die Kamera streckt. Doch seine pompösen Koteletten gegen das Six-Pack auf dem Heft tauschen? „Ne, niemals!“, sagt der Spanier. 



Mehr dazu:

Was: Kid Simius. 
Wann: Sonntag, 27. März 2016, 20:30 Uhr
Wo: Schmitz Katze
Online-Vorverkauf: 14,14 Euro
[Foto: Georg Roske]