Keine Qual bei der Wahl

Christian Deker

In gut fünf Wochen wird der neue Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Es wird also so langsam Zeit, sich Gedanken zu machen, wen man wählen soll/will. Wer noch keine Ahnung hat, welche Partei es denn sein darf, findet im Internet Hilfe.



Die Website Kandidatenwatchbietet Wählern zum Beispiel die Möglichkeit, direkt Fragen an die Kandidaten ihres Wahlkreises zu richten. Die Antworten kommen dann nach einer Weile von den Kandidaten.


So will eine Besucherin vom Freiburger CDU-Mann Bernhard Schätzle (Wahlkreis Freiburg II) Auskunft über den Gesinnungsfragebogen für Muslime haben. Gustav-Adolf Haas von der SPD (Wahlkreis Freiburg I) wird nach der Möglichkeit einer großen Koalition auf Landesebene gefragt. Die beiden Antworten stehen aber (wie viele andere) noch aus. Nur der WASG-Kandidat Wilfried Telkämper gibt zum Thema “Alternative Energien” bereits Auskunft.

Eine andere Möglichkeit, sich Klarheit über die eigenen Wahlabsichten zu verschaffen, ist der Wahl-O-Mat. Nachdem man 30 verschiedene politische Thesen bewertet hat (stimme zu, neutral, stimme nicht zu), spuckt der Automat die Übereinstimmung mit den verschiedenen Parteiprogrammen aus. Manch ein überzeugter Stammwähler wird hier sicher ein fremdfarbiges Wunder erleben.

Schließlich informiert das Innenministerium Baden-Württemberg über Wahlsystem, Wahlrecht und andere wissenswerte Formalitäten.

Aktuelle Umfrageergebnisse in der Übersicht findet Ihr bei wahlrecht.de. Nach der letzten Umfrage des IfM Leipzig vom 10.2. sähe ein Wahlergebnis vom vergangenen Sonntag so aus:
  • CDU 49%
  • SPD 30%
  • Grüne 7%
  • FDP 8%
  • Sonstige 6%
Wir wünschen eine gute seelische und moralische Vorbereitung auf die Wahl. Denn Abraham Lincoln sagte schon 1865: "Der Stimmzettel ist stärker als die Kugel."