Blackout

Keidel-Bad für einen Tag geschlossen – nachdem ein Energieversorger eine Stromleitung kappt

Simone Höhl

Alle Bade- und Saunagäste mussten raus: An den Heilquellen in Freiburg ist der Strom ausgefallen, betroffen ist auch das Thermalbad. Es bleibt heute geschlossen. Verursacht hat den Blackout Badenova.

Um 9.15 Uhr ist es finster: Stromausfall. Rund 200 Gäste des Eugen-Keidel-Bads in Freiburg müssen am Montagmorgen das Gebäude verlassen, schätzt Oliver Heintz, der Chef von der Regio Bäder GmbH.


Das hat Sicherheitsgründe: Zum einen gibt es nirgends Licht, zum anderen ist die komplette Technik samt Wasseraufbereitung und Saunaanlage außer Betrieb. "Wir werden den ganzen Tag nicht mehr öffnen können", sagt Freiburgs Bäderchef.

Betroffen vom Blackout sind auch das Dorint-Hotel "An den Thermen" und die Sportorthopädie. Der Ausfall dauerte fünf Stunden an: Seit 14.15 Uhr sind Thermalbad, Hotel und sportmedizinische Einrichtungen wieder am Stromnetz, meldet Badenova.

Energieversorger kappt falsche Leitung

Ein Team von Badenova ist sofort zur Stelle – kein Wunder, denn der Energieversorger hat den Stromausfall selbst verursacht: Im Wald bei der Bötzinger Straße werden derzeit Kabel verlegt und neu angeschlossen, um eine neue Stromstation ans Netz anzuschließen, erklärt Badenova-Sprecherin Yvonne Schweickhardt. "Und da wurde ein Kabel getrennt, das nicht hätte getrennt werden sollen." Damit war die Stromversorgung des Thermalbads und des Gesundheitsresorts gekappt, so die Sprecherin und korrigiert damit eine erste Information der Pressestelle.

Das Team der Badenova-Tochter BN-Netze musste die Panne per Reparatur beheben. Eine redundante Versorgung konnten sie nicht aufbauen.