Kassengeflüster: Warum eine Freiburger Studentin über ihren Nebenjob als Supermarktkassierin bloggt

Carolin Buchheim

"Kassengeflüster" heißt das Blog von Kerstin Finke aus Freiburg. Darin beschreibt die 23-Jährige Design-Studentin ihren Alltag als Supermarkt-Kassenmädchen.



Seit fünf Jahren sitzt Kerstin Finke aus Freiburg regelmäßig an der Kasse eines Supermarkts im Freiburger Osten. „Ich mag meinen Job als Kassiererin“, sagt die 23-Jährige, die im vierten Semester an der Hochschule für Kunst, Design und populäre Musik (HKDM) in Freiburg Integrierte Gestaltung studiert.


„Die Arbeitszeiten sind gut, der Supermarkt ist nah an meinem Zuhause, aber vor allem habe ich  jeden Tag mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen zu tun“, sagt Kerstin. „Man nimmt jeden, wie er kommt!“ An ihrer Kasse stehen „Hipster, Omas und SC-Spieler“ und über diese Begegnungen und den Alltag als Kassenmädchen bloggt die Studierende jetzt – im Rahmen eines Kurses im Vertiefungsfach New Media. 

Kommilitonen starteten Blogs über Mode, Guggemusik, Musik oder Basteln, Kerstin hingegen schreibt über ihren Nebenjob. „Ich habe meine Freunde mit meinen Supermarkt-Storys echt oft belustigt“, sagt Kerstin. „Da war mir klar, dass ich das perfekte Thema habe.“

In ihrem Blog Kassengeflüster teilt sie lustig-absurde Konversationen mit Kunden, Erfahrungen mit dem EC-Kartengerät („Payback- oder Schwimmbadkarten hab ich auch schon reingesteckt!“), skurrile Foto-Fundstücke aus Supermärkten, Gedanken über das ideale Kassenscan-Tempo und sympathische Beobachtungen von Menschen beim Einkauf – zum Beispiel von unentschlossenen Kunden vor dem Schokoladenregal.

Kerstins Hochschulkurs ist jetzt vorbei, der Prof war zufrieden mit dem Blog, nur die Note steht noch aus. Kerstin bloggt auf jeden Fall weiter. „Es macht mir einfach unglaublich Spaß!“

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[Bild: Privat]