Karneval-Alarm.de: Zwischen Pferdemasken und Bierkrug-Kostümen

Franziska Kiedaisch

Auch in einem Gewerbegebiet am Rande Freiburgs gibt es unterhaltsame Ecken. Im Nordwesten der Stadt, in Hochdorf, befindet sich inmitten einer trostlosen Industrieparkatmosphäre ein Lager für Partyartikel. Hier betreibt Tim Schlenker seit Anfang des Jahres den Internetversandhandel Karneval-Alarm.de und verschickt Kostüme, Girlanden und falsche Bärte. Fanny war auf Lagerbesuch.

Wer auf Karneval-Alarm.de etwas bestellt, hat unweigerlich Kontakt zu Tim Schlenker, 29 (Bild unten). Er nimmt die Bestellung Mail oder Telefon entgegen, sucht die Ware aus dem Lager, packt sie in Kartons und verschickt sie dann entweder per Post oder bekommt Besuch vom Käufer. Tim hat hier, im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses, zum Jahreswechsel das Lager seines Online-Versandhandels eingerichtet. Auf rund 200 Quadratmetern Nutzfläche beherbergt er rund 10.000 Artikel „zu verschiedenen Anlässen".

„Es gibt bei mir nicht nur Kostüme oder Perücken. Ich verkaufe auch Dekoartikel wie Girlanden oder Lampions und Accessoires, zum Beispiel für Mottopartys oder zum Oktoberfest", sagt Tim. „Bald kann man sich auch T-Shirts oder Hüte bei mir zusätzlich bedrucken lassen – beispielsweise den eigenen Namen auf ein Sträflingskostüm."

Die Idee zum Party-Online-Versand kam dem diplomierten Medieninformatiker durch eine bestehende Lücke im Angebot: „Ich habe gemerkt, dass es da einen Bedarf gibt. Hier in Freiburg gab es so etwas in der Art noch nicht. Das Deko- und Partysortiment der großen Warenketten ist meist recht eingeschränkt und Karnevalartikel werden nur zeitlich begrenzt angeboten", sagt Tim.

Besonderen Wert legt der Unternehmer dabei auf den Preis und eine schnelle Lieferung: „Da ich alleine bin und die Miete für das Lager auch nicht so hoch ist, kann ich sehr günstige Angebote machen. Und gleichzeitig liefere ich eigentlich so schnell wie Amazon, obwohl ich nicht Amazon bin. Das liegt daran, dass ich eigentlich immer alles auf Lager habe.“ Das sei vor allem durch sein Warenwirtschaftsprogramm möglich, das ihm den Überblick über seine Ware erleichtert und ihm ausverkaufte Artikel meldet.

Zusätzlich kann der Kunde die Bestellung aber auch selbst abholen und auf diesem Weg das Porto sparen. Tims Abholtheke hat Montag bis Freitag von 13 bis 15 Uhr sowie von 18:30 bis 20 Uhr und Samstags zwischen 13 und 16 Uhr geöffnet. Bisher sei der Zuspruch für die Abholtheke gut, auch wenn einige, vornehmlich ältere Leute anfangs mit dem Ausdruck „Abholtheke“ nichts hätten anfangen können.

„Meine Kundschaft ist bunt gemischt. Ältere Kunden kaufen mehr Dekoartikel und dann auch meist richtig viele Sachen auf einmal. Das kann dann schon mal die 2,50 Meter hohe Deko-Palme. Jüngere kaufen eher mal ein Kostüm oder ein wenig Deko", sagt Tim.

Noch ist der karnevaleske Verkäufer alleine in seinem Lager, bald möchte er aber ein paar Hilfskräfte auf 400 Euro-Basis einstellen, die ihm beim Verpacken helfen. „Und vielleicht mache ich dann ja irgendwann mal einen Store auf. Irgendwo näher an der Stadt.“



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Direktabholung nur nach Vereinbarung
Montag bis Freitag
13 bis 15 Uhr und 18:30 bis 20 Uhr
Samstags
13 bis 16 Uhr
[Fotos: Fanny; Panoramafoto: Karneval-Alarm.de]

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