Kamikaze-Betreiber übernehmen Hörbar und Innenhof der Jazz und Rock Schulen Freiburg

Manuel Lorenz

Jetzt ist's raus: Bei der neuen Location, die Kamikaze-Macher Jan Ehret und Markus Gut letzte Woche angekündigt hatten, handelt es sich um die Hörbar und den Innenhof der Freiburger Jazz und Rock Schulen. Was dort passieren wird:

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Der Aufschrei im Freiburger Nachtleben war groß, als der Klub Kamikaze am 5. April bekannt gab, dass er zum Jahresende schließt. Gleichzeitug weckten Kamikaze-Macher Jan Ehret und Markus Gut Hoffnung, kündigten sie doch eine neue Location an, die schon am 18. Mai eröffnen soll: Der neue Club sei deutlich größer, werde kein aufgewärmtes Kamikaze II. "Das wird auf jeden Fall noch einmal eine eigenständige Sache, eine Steigerung", so Ehret vor einer Woche.


Sofort gingen die Spekulationen los. Wo wird der Club sein? Wie wird er aussehen? Und was wird dort passieren? Die einzigen Anhaltspunkte, die Ehret und Gut genannt hatten: "irgendwo in Freiburg" und "keine Nachbarn".



Und tatsächlich: Die Hörbar liegt "irgendwo in Freiburg" - nämlich an der Haslacher Straße, gleich neben dem E-Werk - und hat - zumindest im selben Gebäude - "keine Nachbarn". Mieter sind immer noch die Freiburger Jazz und Rock Schulen, die das Café zuvor an Kurth Zornek verpachtet hatten - mit der Option, für einzelne Veranstaltungen auch das angrenzende 'Auditorium' zu nutzen. Die Hörbar, zu der auch ein Innenhof gehört, diente den Studierenden der Jazz und Rock Schulen bislang quasi als Cafeteria, das Auditorium, in das 200 bis 300 Leute passen, als Räumlichkeit für den täglichen Proben- und Unterrichtsbetrieb und für Konzerte.



"Genau so wird das in Zukunft auch bleiben", sagt Katharina Fraunhofer, Pressesprecherin der Jazz und Rock Schulen Freiburg. "Ehret und Gut betreiben die Hörbar für uns als Jazz und Rock Schulen. Da kommt es darauf an, dass es ab 10 Uhr morgens Kaffee gibt, einen Mittagstisch, der für unsere Studierende erschwinglich ist und dass man nachmittags noch mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen bekommt." Was außerdem vorerst so bleibt: die Namen 'Hörbar' (Bild oben) und 'Auditorium' (Bild unten). Wirklich ändern wird sich laut Fraunhofer erst einmal nur die Anzahl der Veranstaltungen im Auditorium. "Wobei wir nicht davon ausgehen, dass dort jetzt sieben Tage die Woche Veranstaltungen stattfinden werden."



Jan Ehret betont, dass die Hörbar kein klassischer Club werden wird. "Wir wollen die Hörbar und das Auditorium eher als Eventlocations gebrauchen." Der Schwerpunkt soll dabei auf Kulturveranstaltungen liegen: "Da werden nicht nur zwei DJs hinter einer Kanzel stehen, sondern es wird viele Live- und Konzeptveranstaltungen geben." Mehr will Ehret zum Programm und zur Gestaltung seiner neuen Location noch nicht sagen. Einziger, vorerst letzter Hinweis: "Uns geht es vor allem darum, den Campus der neuen Kunsthochschule zu gestalten sowie die Jazz und Rock Schulen und die Grafikschule zu verbinden."

 

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[Bild 1: Henrik Iber]