"Just another magic monday": Neue Indie-Veranstaltungsreihe in der Passage

Alexander Ochs

Chico + Passage = Indie! Mit der Veranstaltungsreihe "Just another magic monday" wollen die Betreiber der Passage 46 im Theatergebäude künftig montags Indie-Fans glücklich machen. Verantwortlich: Freiburgs Kult-Konzertveranstalter und Betreiber des SWAMP, Carmelo Policicchio.



Der Passage 46, der ehemaligen Jackson Pollock Bar, ist Ende September kräftig neues Leben eingehaucht worden. Exakt ein halbes Jahr nach der Neueröffnung der stylishen Location (neudeutsch: Venue) wollen die Macher, der Galerist Henrik Springmann und sein Team, den Montag mit einem neuen Programm beleben.


Verantwortlich dafür zeichnet Signore Carmelo Policicchio, den alle einfach Chico nennen, Betreiber des Swamp in der Schwarzwaldstraße und zugleich Konzertveranstalter. Seine Idee, ganz grob auf den Punkt gebracht: die Indie-Fans glücklich machen. Was das heißen soll? „Wir wollen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Swamp bekommt so viele Anfragen, die bekommen wir kaum unter. Von daher bietet sich der Montag in der Passage an, weil die im Indie Bereich was anbieten wollen und Bands dort spielen können. Zugleich will die Passage die Berührungsangst nehmen.“ Berührungsangst? Für manchen hafte dem neuen Szeneladen etwas Elitäres an, diese Hemmschwelle soll nun sinken.


Carmelo "Chico" Policicchio

„Indie“ versteht Chico als allgemeinen Sammelbegriff, als große Klammer für – ganz einfach ausgedrückt – einen entspannten Montagabend in der Passage. Punkt. Erst soll ab 21 Uhr Live-Musik geboten werden, anschließend wird aufgelegt. Also Konzert plus DJ. Der Montag ist sicher nicht leicht zu bespielen – traditionell pilgern viele zu tageins ins Waldsee. „Aber vielleicht haben die Leute Lust, ein nettes Konzert anzuschauen“, sagt Chico. Dafür soll auch eine faire Preispolitik sorgen; der Eintritt für die Gigs soll um die fünf Euro liegen. Nach dem Konzert ist der Eintritt frei. Ausreißer nach oben soll es nur bei „echten Granaten“, also zugkräftigeren Namen oder arrivierteren Künstlern geben.

Und wer ist die Zielgruppe, welches Publikum wünschen sich die Veranstalter? „Alle! Alle, die Luscht haben“, sagt Chico, der einräumt: „Weißt du, ‚eine neue Serie starten‘ – das klingt so hochtrabend. Ich habe nicht DIE Lösung oder DEN Schlüssel dafür. Ich will‘s einfach mal machen.“ Es gibt ihm zufolge keine Message, keine Mission, kein Muss. „Es gibt ein Angebot.“

Das Programm



Start der Reihe ist am Montag, den 30. März 2015 mit Cub & Wolf, einem Side-Project aus dem Umfeld der tollen Golden Kanine und Grant Creon aus Malmö. Anschließend serviert DJ Belle Indie-Perlen aus seiner Plattenkiste.

Ostermontag, 6. April 2015: Bar aus Freiburg, die Nachfolger des Liquid Laughter Lounge Quartet mit ihrer Mischung aus morbidem Rock’n’Roll und – wie sie es nennen – „Slow Pop“

Montag, 13. April 2015: Kammerflimmer Kollektief, Avantgarde aus Karlsruhe an der Schnittstelle zwischen Ambient und Jazz

Montag, 20. April 2015: Dropout Patrol aus Berlin mit pressfrischer CD, Indierock mit LoFi-Charme und Folk-Einsprengseln

Montag, 27. April 2015: 1000 Gramm, eine deutsch-schwedische Indiepop-Band mit englischen Songtexten und zwei Alben im Gepäck

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[Foto: Fabio Testa]