Jungle Street Groove 2010: Fünf Antworten der Organisatoren

David Weigend

Drum'n'Bass, House, Techno, Minimal und mehr: Der Basler Jungle Street Groove ist eine der größten Partys für elektronische Musik in der Regio. 10.000 Leute feiern zur Musik aus zwölf vorbeirollenden Wagen. Was gibt es Neues zur Parade 2010? Dies verrät uns Alain Szerdahelyi (26), einer der sechs Organisatoren.



Alain, wie weit seid ihr mit der Planung für den Jungle Street Groove 2010?

Die Parade wird am 4. September 2010 stattfinden – von 18 Uhr bis 20, 21 Uhr. Danach werden wir wahrscheinlich auf dem Schiff eine große After-Party mit internationalen DJs veranstalten. Wir hoffen, dass wir an unseren Besucherrekord von 2008 herankommen. Damals nahmen 10.000 Leute an der Parade teil, die Route verlief über Münsterplatz, Wettsteinbrücke, entlang des unteren Rheinwegs bis zum Kasernenplatz. Wahrscheinlich wird das auch heuer unser Weg sein. Allerdings ist noch unklar, ob wir am Münsterplatz starten können.

Wie hat man sich die Parade vorzustellen?

Am Startpunkt finden sich zwölf Wagen ein und werden eingereiht. Wir haben zwar etwa 25 Anmeldungen, müssen aber leider selektieren, weil unser Kontingent begrenzt ist. Die Gelbes Billett-Crew vom Presswerk Münchenstein werden sicher einen Wagen machen, ansonsten haben wir noch keine definitiven Zusagen. Man kann die Parade etwa vergleichen mit einem kleinen Karnevalsumzug, nur, dass auf den Wagen keine Faschingsleute stehen, sondern DJs und MCs. Ein bisschen wie Love Parade, nur viel kleiner. Das ist eine Non-Profit-Veranstaltung, nicht kommerziell, ohne Sponsoren.



Vergangenes Jahr hat ein anderer Veranstalter den Umzug organisiert, nun macht ihr es wieder. Warum?

2005 bildete sich eine neuer Splittergruppe die ein Paradebegehren vor uns eingereicht hat. Wir haben uns seither mit der Stadt Basel darauf geeinigt, die Parade abwechselnd durchzuführen.

Kommt Euch die Stadt Basel bei der Organisation entgegen?

Leider teilen die Behörden nicht gerade unseren Enthusiasmus. Allerdings haben wir bis jetzt immer eine konstruktive Lösung gefunden die Parade durchführen zu können. Die Auflagen sind allerdings sehr hart. Wir müssen zum Beispiel dafür sorgen, dass die Trams und Busse unmittelbar nach dem Passieren der Parade wieder durchfahren können. Auch die sanitäre Anlagen und eine Putzequipe müssen wir stellen. Von den ganzen Sicherheitsmassnahmen gar nicht zu sprechen. Das Ganze ist mit sehr viel Aufwand im Vorfeld verbunden.



Wie groß ist die Akzeptanz der Basler Bürger gegenüber Eurer Parade?

Der Jungle Street Groove ist bei der Jugend von Basel und vom Dreiländereck sehr populär und hat mittlerweile Tradition. Es gibt die JSG-Parade seit 1996. Leider sind wir nicht bei allen Leuten der Stadt Basel so beliebt. Uns ist klar, dass es nicht für alle ein Spaß ist, wenn wir durch die Stadt rollen. Wir sind aber darum bemüht, eine möglichst rücksichtsvolle Parade durchzuführen.