Junge Regisseure zeigen in Freiburg ihren Film Research Refugees über die sogenannte Flüchtlingskrise

Hannah Fedricks Zelaya

Was bedeutet Flucht? Was ist die deutsche Identität? Mit ihrem Projekt Research Refugees stellen junge Filmemacher an der Uni Freiburg einen Dokumentarfilm vor, der die sogenannte Flüchtlingskrise thematisiert und Einzelschicksale vorstellt.

Research Refugees, das Filmprojekt von elf Studenten und Absolventen der Filmuniversität Konrad Wolf Babelsberg und der Bauhaus-Universität Weimar startet seine Kinotour durch Deutschland morgen in Freiburg. Im Film wird in elf Teilen die sogenannte Flüchtlingskrise im Herbst 2015 von unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.


Video: Der Trailer zum Episodenfilm Research Refugees



Nach der Premiere beim Achtung-Berlin-Festival im letzten Jahr wollen die jungen Regisseure auf ihrer Kinotour noch mehr Menschen erreichen. "Wir wollen eine Plattform schaffen um ins Gespräch zu kommen. Der Film soll nicht nur hingestellt werden, damit er dann hinterher einfach versackt. Wir wollen einen Mehrwert bieten, etwas, das die Leute von unserer Veranstaltung mitnehmen", erklärt Felix Pauschinger, einer der elf Regisseure im Gespräch mit fudder.

Dazu sind in jeder Stadt speziell Geflüchtete eingeladen und auch mindestens zwei der Regisseure werden vor Ort sein, um Diskussionen mitzugestalten.

Die einzelnen Episoden des Films sind zwar jeweils in sich abgeschlossene Teile, bilden jedoch ein Ganzes. Sie stellen Einzelschicksale vor und stellen Fragen wie: Was bedeutet Flucht? Was ist deutsche Identität? Oder, was für Spuren hinterlassen die Flüchtlinge hier bei uns? Was bleibt hängen, auch wenn sie nicht mehr hier sind?

"Wir wollen zeigen, dass man das Thema auch anders handhaben kann, als mit den immer gleichen Fernsehbildern, die es im Überfluss gibt", betont Felix Pauschinger. Das gesamte Filmprojekt ist ohne Budget entstanden und von den Regisseuren produziert. Auch die Kinotour haben sie selbst organisiert.
Info

Was: Film Research Refugees
Wann: Mittwoch, den 11. Januar, 20 Uhr,
Wo: Platz der Universität 3, Kollegiengebäude 1, Hörsaal 1010
Kostet: Eintritt ist frei