Junge Literatur in Freiburg (6): Cindy Blum

Claudia Kornmeier

Gibt es in Freiburg eine Literaturszene unter jungen Autoren? fudder hat sich auf die Suche gemacht und mit sechs von ihnen gesprochen. Wie kamen sie zum Schreiben? Wie schätzen sie die Freiburger Autorenszene ein? Und: Ist Literatur für sie mehr als nur ein Hobby? Heute: Cindy Blum, 22.



Wie Cindy zur Fantasy-Autorin wurde:

Cindy hat eine Fantasy-Trilogie geschrieben, auf romansuche.de ein Exposé und eine Leseprobe hinterlassen, und Glück gehabt. Der essencia Verlag zeigte Interesse und machte ihr ein seriöses Angebot. Anfang des Jahres stellte Cindy den ersten Band ihrer Trilogie „Gefährten des Schicksals“ auf der Buchmesse in Leipzig vor. Im Juli gab sie eine Lesung im „Isle of Innisfree“. Im Frühjahr soll der zweite Band veröffentlicht werden.

Literaturszene in Freiburg?

„Ich weiß nicht, ob es eine Literaturszene unter jungen Autoren in Freiburg gibt. Bisher war ich eher ein Einzelgänger.“ Bei „Jugend schreibt“ hat Cindy als Schülerin zwar ein paar Mal teilgenommen. Im Moment fehle ihr aber ein wenig die Motivation, wieder in die Schreibwerkstatt des Literaturbüros einzusteigen. „Mit der Arbeit an meinem Buch und der Organisation von Lesungen habe ich recht viel zu tun.“

Literatur als Beruf?

Cindy studiert Deutsch und Theologie auf Lehramt. Und Lehrerin möchte sie auch nach wie vor werden. Das Schreiben sei für sie ein Hobby und das sollte es auch bleiben. Davon leben zu müssen, stellt sich Cindy viel zu anstrengend vor. Uni bzw. Schule und Schreiben, das waren für Cindy immer zwei völlig getrennte Welten.

Leseprobe


Auszug aus dem Roman „Gefährten des Schicksals“:
„Antharu!“, wimmerte der Junge ängstlich und Antharu sah über seine Schulter zurück. Mannah zitterte am ganzen Leib und starrte ihn mit aufgerissenen, glasigen Augen an. Aus seinem Gesicht war jegliche Farbe gewichen und seine Hände hatten sich fest in einigen trockenen Halmen verkrallt. „Mannah, du sollst mit mir kommen!“, drängte Antharu den Jungen, bevor er hinter sich griff und ihn fest am Arm packte. „Komm schon!“ Mannah folgte Antharu mit weichen Knien, in seinem Kopf flogen sämtliche Gedanken wild durcheinander, aber er schaffte es nicht, Ordnung in seine Gedankengänge zu bringen. Alles wozu er in diesem Moment fähig war, war Antharu so schnell er konnte hinterher zu krabbeln, ohne noch einmal zurückzusehen.

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