Junge Kommunalpolitiker in Südbaden: Jung, motiviert, sucht Wähler....

Birgit Fritz

Am kommenden Sonntag ist Kommunalwahl, und auf vielen Listen in ganz Südbaden werden sich junge Politikerinnen und Politiker zur Wahl stellen. Warum kandidieren sie? Wie stehen sie zu Musik, Kiffen, Lokalpolitik? fudder hat bei sieben Jungpolitikern nachgefragt.

Name: Daniel Lorenzen
Alter: 21 Jahre, geboren am 12. Januar 1988 in Schopfheim

Wohnort: Zell im Wiesental
Tätigkeit: Azubildender Rechtsanwaltfachangestellter
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: CDU, 6. Listenplatz

Hast du ein Motto?

Ich möchte besonders junge Leute dazu bewegen, dass Sie sich für Politik begeistern und wählen gehen.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Politikinteressiert, verantwortungsbewusst, zuverlässig, spontan, zielstrebig

Deine Laster?

Mir fällt nichts ein, manchmal vielleicht sehr stur und bisschen verbissen.

An was glaubst du?

An Gott.

Warum kandidierst du?

Ich war politisch schon immer interessiert. Ich bin im Kreisvorstand der Jungen Union. Aber dort kann man maximal Vorschläge machen für die CDU. Ich wollte aktiv Politik betreiben. Auf Gemeindeebene kann man das. Vielleicht kann ich später auch in den Kreistag oder hauptamtlich Politik machen – warum nicht. Und ich kandidiere als Junger, weil ich hoffe, dass junge Leute zur Wahl gehen.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Die Schulden der Wiesentalklinik in Zell. Die macht jährlich etwa 100000 Euro (offizieller Richtwert) Schulden. Dafür muss eine Lösung gefunden werden bei der die Klinik erhalten bleibt. Zum Beispiel durch einen Trägerwechsel.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Sas Jugendzentrum hat meiner Meinung nach einen falschen Standort. Es ist gegenüber einem Betreuten Wohnen. Die Jugendlichen haben aber das Recht, auch einmal laut zu sein. Und die ältere Generation das Recht auf Ruhe. Zudem könnte ein Streetworker zu Problemzeiten durch Straßen gehen und Kontakt zu Jugendlichen suchen. Die Vereinsförderung muss fortbestehen oder sogar erweitert und das Schwimmbad möglichst kostengünstig renoviert werden.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Google

Welche Online-Communities benutzt du?

Die von der CDU. Das Team Angela Merkel. (buchstabiert) t e A M. Und StudiVZ.

Twitterst du?

Mach ich nicht.

Welche Computerspiele spielst du?

Sportspiele, NHL09 oder Tennis

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Die finde ich nicht so prickelnd. Ich bin eher dagegen, weil das Gewaltverherrlichung ist. Die Spiele werden immer realistischer. Ich finde es nicht so gut, dass 15-Jährige auf Leute schießen, auch wenn es nur am Computer ist. Wenn jemand schießen will, dann soll er in den Schützenverein gehen, wo Schießen unter Kontrolle abläuft und wo man verantwortungsbewusst mit der Waffe umzugehen lernt.

Was hältst du von Paintball?

Die, die es spielen wollen, sollen es spielen. Ich finde es nicht so schlimm wie Computerspiele. Aber es sollte nicht für Jugendliche sein. Als Erwachsener kann man eher differenzieren und nicht Gewalt, sondern Spaß unter Kollegen darin sehen. Paintball kann sehr schmerzhaft sein und es ist auch ein teurer Sport. Jüngere können sich den kaum leisten, was auch gut so ist.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Das ist schwer. (Pause) Ich würde ihm meine Meinung sagen. Ich finde es nicht in Ordnung. Wenn er danach noch Auto fahren wollte, würde ich etwas dagegen machen. Versuchen es zu verhindern, wenn das nicht geht, weitere Schritte unternehmen. Wenn es ein guter Freund wäre und ich dessen Eltern kenne, würde ich die Eltern ganz sicher einbeziehen, sonst eine Suchtberatungsstelle mit ihm aufsuchen oder Hilfe anbieten.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Ich gehe relativ selten in Discos. Eher mal zu Partys bei Freunden, aus dem Verein zum Beispiel. Oder zur Cover-Band „Wilde Engel“. Die spielen Titel von Westerland (Ärzte) bis Summer of '69 (Bryan Adams).

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Vasco Rossi. Seine Lieder sind auf jeden Fall drauf. Am liebsten das Lied "Il mondo che vorrei". Darin geht es um einen Mann, der die Welt gerne verändern würde, er kann es aber nicht, weil andere sich dagegen wehren mitzumachen. Das macht ihm zu schaffen.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Mein Handballtrikot

Wo kaufst du deine Klamotten?

Da wo sie grad hängen. Wenn etwas passt und preislich in Ordnung ist und es mir natürlich gefällt, kauf ich es. Aber ich stehe nicht so auf Markenklamotten.

Dein Lieblingsessen?

Lasagne, Arrancine

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

1,8 beim letzten Zeugnis in der Berufsschule

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Schwer zu sagen. (Pause) Als ich eine sehr sehr gute Freundin durch einen Verkehrsunfall verloren habe.

Dein liebstes Sportteam?

TV Zell – die Handballer von Zell

In welchen Vereinen bist du Mitglied?

Im TV Zell. Schon seit 16 Jahren. An meinem 5. Geburtstag bin ich da rein. Und dann bin ich noch bei der Feuerwehr.

Name: Kai Wacker
Alter: 23 Jahre, geb. 28.09.1985
Wohnort: Bötzingen
Tätigkeit: Azubi IT-Systemkaufmann, Abschluss: diesen Sommer
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: SPD, Listenplatz 2. Ich habe schon bei der Wahl 2004 kandidiert und bin im Februar in den Gemeinderat nachgerückt.

Hast du ein Motto?

Immer alles positiv sehen.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Oh Gott. (lacht) Zielstrebig, freundlich, aufgeschlossen, gesellig, unvoreingenommen

Deine Laster?

Rauchen.

An was glaubst du?

An eine gemeinsam gestaltete Zukunft.

Warum kandidierst du?

Weil ich etwas bewegen möchte. Und weil ich die Interessen der Jugend und jungen Erwachsenen vertreten möchte.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Schul- und Bildungspolitik. Dass finanziell benötigte Mittel für Personal und Lehrmittel in dem benötigten Maß zur Verfügung gestellt werden. Und eine schnelle und effiziente Verkehrsverbesserung. Hier müssen wir das Thema B31 West vorantreiben. Mehr Verkehrsaufkommen halte ich für nicht erstrebenswert.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Prinzipiell ist die Jugendarbeit in Bötzingen aus meiner Sicht sehr gut. Ich finde es wichtig, die Jugend anzuhören und kein festes Programm vorzugeben. Man muss die Fühler ausstrecken und fragen: was ist modern, worauf legen die Jugendlichen Wert?

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Google.

Welche Online-Communities benutzt du?

StudiVZ, Facebook.

Twitterst du?

Nein.

Welche Computerspiele spielst du?

Keine. Aus Zeitmangel. Wenn es die Zeit doch zulässt: Need for Speed Underground.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Die finde ich, solange die Psyche eines Menschen gefestigt ist, unproblematisch. Aber ich bin nicht generell dafür.

Was hältst du von Paintball?

Das sehe ich nicht als Kriegsspiel an. Es ist in Ordnung, wenn man es spielt. Es ist aus meiner Sicht eine Sportart. Sonst müsste man auch Sportschießen verbieten.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Ich lass ihn das machen. Das ist seine Entscheidung.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Discos weniger. Eher Bars und Kneipen. Ab und an Agar, Kagan und 18 Months.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Empress von Gentleman.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Legere Freizeitkleidung. Zuhause: Jogginghause.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Meist im Internet.

Dein Lieblingsessen?

Putengeschnetzeltes mit Spätzle.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses? 2,7 in der Berufsschule.


Wann hast du das letzte Mal geweint?

Das habe ich verdrängt.

Dein liebstes Sportteam?

Keins.

In welchen Vereinen bist du Mitglied?

SPD Ortsverein Bötzingen. Ich war insgesamt acht Jahre im Jugendclub Bötzingen tätig.

Name: Lukas Krauß
Alter: 20 Jahre, geboren am 11. Februar 1989
Wohnort: Lahr
Tätigkeit: Ab Herbst Student
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: Freie Wähler, Listenplatz 11

Hast du ein Motto?

Wer sich bewegt, bringt etwas in Bewegung. Das steht auch auf meinem Wahlflyer. Die Grundaussage ist: wenn man etwas bewegen will, muss man erst etwas tun.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Freundlich, hilfsbereit, engagiert, zuverlässig und vielleicht etwas unordentlich – so ehrlich bin ich

Deine Laster?

Unter anderem meine kleine Unordentlichkeit. Für viele ein Chaos, für mich ein geordnetes Chaos. Und ich kann auch etwas ungeduldig sein.

An was glaubst du?

Ich glaube auf jeden Fall, dass man seine Ziele nie hoch genug stecken kann. Und die Ziele auch erreichen kann, wenn man genug dafür macht. Damit meine ich: Man kann sich mehr zumuten, als man vielleicht im ersten Moment denkt.

Warum kandidierst du?

Aus Interesse. Ich habe 4 Jahre im Jugendgemeinderat mitgemacht. Und habe allgemein Interesse an Kommunalpolitik. Und weil ich nicht einer von denen sein will, die immer rumjammern wie schlecht alles ist. Wenn es nicht klappen sollte mit dem Gemeinderat kann ich wenigstens sagen, ich hab´s probiert und wollte was tun.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Als ehemaliger Jugendgemeinderat die Jugend natürlich. Dazu zählt, die Freizeitmöglichkeiten zu verbessern. Bei fehlenden Angeboten steigt die Gewaltbereitschaft. Viele werden aus Langeweile erstmals auffällig.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Man müsste mehr Freizeitmöglichkeiten schaffen. Und Möglichkeiten, die Jugendlichen einander näherzubringen. Die verschiedenen Gruppen – Russlanddeutsche, Kurden, Türken – keiner will mit den anderen etwas zu tun haben. Das ist problematisch. Man muss Kommunikation zwischen den Gruppen schaffen.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Google

Welche Online-Communities benutzt du?

Citystuff. Da bin ich auch in der Teamleitung. Dann noch StudiVZ und SchülerVZ.

Twitterst du?

Twittern? Das kenne ich gar nicht.

Welche Computerspiele spielst du?

Gar keine. Früher habe ich welche gespielt. Aber mit der Oberstufe hatte ich keine Zeit mehr.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Oh je. Ich denke, es ist richtig, dass sie Altersbeschränkungen haben, wie Filme auch. Aber letztendlich muss jeder selbst wissen, ob er sie spielt. Es ist auch Teil der Erziehung, dass Eltern darauf achten, was ihre Kinder spielen.

Was hältst du von Paintball?

Natürlich besteht eine gewisse Problematik darin, da man sich lebende Menschen als Ziel nimmt. Aber ich halte es für sehr schwierig, Paintball aufgrund von Gewaltverherrlichung zu verbieten. Ich denke viele sehen Paintball als Sport bzw. als Freizeitbeschäftigung wie andere das Sportschießen in einem Schützenverein und nicht um ihre Gewaltphantasien auszuleben. Paintball hab ich selbst aber noch nicht gespielt.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Das muss jeder selbst wissen. Aber es kommt auch auf das Alter an. Bei Jüngeren würde ich schon einschreiten und nicht nur dasitzen. Und wenn es eine Party ist, auf der nur gekifft wird, dann wäre es auch nichts für mich. Ich würde gehen. Das Aufhören beim Kiffen ist ja ähnlich wie beim Rauchen oder Alkohol trinken denke ich. Das kann man nicht einfach ausreden. Das ist eine Kopfsache.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Durch die Arbeit bei Citystuff bin ich viel im Universal D.o.g. in Lahr. Ab und zu auch in Freiburg in der Nachtschicht oder im 18 Months. Oder in Offenburg im OM.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Ayo technology von Milow und Brothers in Arms von den Dire Straits

Dein liebstes Kleidungsstück?

Ein T-Shirt aus Amerika.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Unterschiedlich. Wo ich gerade was Schönes finde. Das kann bei H&M sein, aber auch bei Kick.

Dein Lieblingsessen?

Ein Fleischkäsweck mit Senf.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

Meine Abidurchschnitt war 2,7.

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Vor ziemlich genau 1,5 Wochen. Weshalb möchte ich für mich behalten.

Dein liebstes Sportteam?

Ich bin Schwimmer. Aber Schwimmen ist ein Einzelsport. An Fußball bin ich nicht interessiert. Deshalb hab ich kein Lieblingsteam.

In welchen Vereinen bist du Mitglied?

Im Schwimmsportverein in Lahr.

Name: Sabeth Tara Bayer
Alter: 19 Jahre, geb. 06.10.1989
Wohnort: Freiburg-Waltershofen
Tätigkeit: Abiturientin
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: Junges Freiburg, Listenplatz 8

Hast du ein Motto?

Ja. Nur wer sich beteiligt, kann Veränderung schaffen. – Denn es ist unsere Zukunft.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Engagiert, hilfsbereit, interessiert, motiviert und aktiv.

Deine Laster?

Ich brumme mir manchmal zu viel auf. Man kann nicht alles machen, aber ich würde gerne alles machen.

An was glaubst du?

Ich glaube z.B. daran, dass Jugendliche Politik aktiv mit gestalten können. Und ich glaube, dass Freiburg eine integrative Stadt werden kann, in der jeder – egal ob Frau oder Mann, Homo- oder Heterosexueller, Gesunder oder Behinderter – die gleichen Chancen und Möglichkeiten hat.

Warum kandidierst du?

Weil ich hier in Freiburg Politik aktiv mit gestalten möchte. Weil ich denke, dass ich meine Zukunft dadurch verbessern und Ideen einbringen kann. Politik interessiert mich. Das finde ich spannend.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Das Thema Bildungsgerechtigkeit. Das jedes Kind – egal aus welchem Elternhaus – die gleichen Bildungschancen hat. Das ist mein Topthema. Und Klimaschutz. Dass Freiburg weiter seine Vorreiterrolle hat und sich nicht darauf ausruht.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Mir ist wichtig, dass die Jugendkultur weiter gefördert wird. Dass Jugendliche einen Platz haben, wo sie legal Graffiti machen können. Und die Förderung der Kleinkunst in den Straßen. Damit Jugendliche auf der Straße Musik machen können, HipHop zum Beispiel. Und nicht nur Drehorgelspieler die Straßen besetzen. Die Straßen sind öffentlicher Raum. Und zur Öffentlichkeit gehören auch junge Menschen.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Google.

Welche Online-Communities benutzt du?

StudiVZ.

Twitterst du?

Wir von Junges Freiburg ja, aber ich persönlich nicht.

Welche Computerspiele spielst du?

Gar keine.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Ich finde das nicht gut. Aber ich kann Jugendliche verstehen, die das spielen und abgrenzen können zwischen der digitalen und realen Welt. Wenn sie nicht in eine Parallelwelt abrutschen, dann ist das Spielen okay. Aber es muss in Maßen gespielt werden.

Was hältst du von Paintball?

Es klingt interessant und könnte Spaß machen. Aber ich glaube, dass man dabei Gewaltpotenzial entwickeln kann. Es ist der Anfang eines Kriegsspiels.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Ich akzeptiere es, solange er nicht versucht, andere dazu zu animieren. Aber wenn ich es angeboten bekomme, lehne ich ab und sage ihm meine Meinung.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Jazzhaus, Waldsee, Kamikaze, Ruefetto, Agar und andere.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Das sind viele. (Pause) Haus am See von Peter Fox.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Bunte Halstücher.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Vero Moda, H&M.

Dein Lieblingsessen?

Italienische Pasta in allen Variationen mit Salat.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

1,7.

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Gestern Abend als ich ein trauriges Buch gelesen habe.

Dein liebstes Sportteam?

SC Freiburg.

In welchen Vereinen/Wo bist du Mitglied?

Schülerrat Freiburg, Radio Dreyeckland und Junges Freiburg.

Name: Anna Schmid
Alter: 22 Jahre, geb. 11.08.86
Wohnort: Freiburg
Tätigkeit: Studentin, Mathe, Physik, Englisch auf Lehramt
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: Die Grünen, Listenplatz 15

Hast du ein Motto?

Mein Aufruf an die Jugend ist: Jede Stimme zählt. Geh wählen! Ich selbst habe kein Motto. Oder vielleicht: Junge Grüne in den Gemeinderat!

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Grün, engagiert, offen, kommunikativ, jung.

Deine Laster?

Aufgaben nicht abgeben zu können. Ich will vieles selbst tun und mache dann vielleicht zu viel.

An was glaubst du?

An eine Welt, in der wir alle gemeinsam, gleichberechtigt leben können. Und an Menschen, die die Welt nicht zerstören, sondern für ihre Kinder erhalten. Und die allen Generationen gleiche Chancen geben.

Warum kandidierst du?

Weil ich es wichtig finde, dass auch junge Menschen in den Gemeinderat kommen. Die dann eine Vorbildfunktion haben für andere. Und eine Übersetzerfunktion. Jugendpolitiker haben es leichter, Jugendlichen Politik so zu erklären, dass sie es verstehen.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Bildungspolitik. Dabei geht es um Schulsanierung. Und darum, dass jedes Kind mittags etwas zu essen bekommt – ein Essen, das es sich leisten kann. Es sollte auch gleich Ausbildungschancen für alle geben, egal welcher Herkunft. Es gibt schon viele Projekte, aber auch noch Vieles, was man machen kann.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Es gibt viele Aspekte, zum Beispiel den öffentlichen Nahverkehr. Das Semesterticket könnte man verbessern und die Initiative für den Skaterpark unterstützen. Und versuchen, einen Jugendgemeinderat zu schaffen. Auch ganz wichtig ist die Sucht-, Alkohol- und Drogenprävention. Da sollte etwas getan werden, was Jugendlichen gerecht wird.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Google.

Welche Online-Communities benutzt du?

Facebook, StudiVZ, MySpace.

Twitterst du?

Selbst aktiv noch nicht. Aber ich verfolge bei vielen Tweets, also die Twitternachrichten.

Welche Computerspiele spielst du?

Gar keine. Mir fehlt die Zeit.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Das Thema sehe ich zweischneidig. Ich finde es nicht richtig, sie so zu verteufeln. Wenn ein Mensch psychisch nicht ganz so stabil ist, können die Spiele das Risiko erhöhen, dass er abstumpft. Aber ich bin nicht für ein Verbot. Man muss gezielt andere Wege suchen.

Was hältst du von Paintball?

Dafür finde ich ein Verbot nicht notwendig. Es ist ein Spiel, das ich nicht Gewalt verherrlichend finde. Aber hier gilt das gleiche wie bei Gewaltspielen. Ich finde, dass man sich im Kindergarten und in der Schule mehr um Persönlichkeitsentwicklungen kümmern muss, statt alle zu bevormunden und ihnen die Entscheidungsfreiheit für irgendwelche Spiele zu nehmen.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Ich würde ihn darauf hinweisen, dass es ungesund ist – wie ich es auch bei Rauchern mache.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

WG-Partys im studentischen Rahmen. Auch zum Tanzen. Sonst gehe ich eher mit Freunden gemütlich was trinken als in Discos.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Deine Schuld von den Ärzten. Das ist mein Motivationssong für den Wahlkampf.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Schuhe. (lacht) Eine Frauenantwort.

Wo kaufst du deine Klamotten?

In der Freiburger Innenstadt. Mehr sage ich nicht. Ich möchte ja keine Schleichwerbung machen.

Dein Lieblingsessen?

Es gibt viele. Aber Chinesisch ist immer gut.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

Mein Abi-Durchschnitt war 1,2.

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Vorgestern. Da habe ich ein trauriges Lied gehört, das mich an etwas Trauriges erinnert hat.

Dein liebstes Sportteam?

Der SC wäre gelogen. Etwas Absurdes. Das Schul-Footballteam meiner High-School in den USA. Dort war ich zum Austausch in New Salem in North Dakota.

In welchen Vereinen/Wo bist du Mitglied?

In der Grünen Hochschulgruppe, in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und beim BUND.

Name: Tobias Horn
Alter: 20 Jahre
Wohnort: Lahr
Tätigkeit: Azubi zum Erzieher
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: FDP, Listenplatz 26

Hast du ein Motto?

Für die Wahl: Nur das Beste rausholen für junge Menschen. Ich bin jung und versuche, alles zu erreichen. Bei der Wahl kann ich nichts verlieren. Bei Sitzungen und Veranstaltungen der FPD lerne ich dazu. Mein persönliches Motto ist: Der Weg ist das Ziel. Man entwickelt sich immer weiter. Mein Ziel muss immer wieder von mir rücken, damit ich neue Kraft und einen neuen Horizont entdecken kann.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Ehrlich, ehrgeizig, manchmal chaotisch, aber daraus resultiert schnelles Reagieren auf Situationen - also improvisatorisch, sportlich – dadurch gleiche ich viel aus.

Deine Laster?

Manchmal das Chaotische.

An was glaubst du?

Ich glaube, dass es etwas Höheres gibt. Ob das nun Gott heißt... Daraus nehme ich Kraft für mein Leben. Aber ich schöpfe auch Kraft aus dem Sport heraus. Da gerät man auch in einen anderen Zustand. Es ist schon wie ein kleiner Glaube, weil ich Sport verinnerlicht habe.

Warum kandidierst du?

Ich bin schon seit Kindesbeinen dabei. Mein Vater ist schon lange Jahre bei der FDP. Ich habe schon als Kind geschaut, was machen die anderen Parteien. Aber die FDP hat mich überzeugt. Sie steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung: Soviel Freiheit wie möglich, so wenig Staat wie möglich.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Die Bildungspolitik. Hier muss man Flexibilität schaffen. Immer mehr Mütter müssen arbeiten, sonst reicht das Geld hinten und vorne nicht. Krippenplätze, Ganztagsschulen und Sozialarbeit müssen gefördert werden. Ich arbeite einmal die Woche in der Guttenbergschule – einer Förderschule – und habe da Einblick in die Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung. Da sehe ich, was schief laufen kann. Es ist wichtig, Sozialarbeit anzubieten, die es bislang nur in wenigen Hauptschulen gibt. Das fehlt mir auch an Realschulen und Gymnasien.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Man könnte die Vereine finanziell mehr unterstützen, damit die mehr machen können. Das Jugendzentrum könnte man größer machen, um mehr Klientel zu erreichen. Und Sozialarbeiter reinbringen, die die Jugendlichen von der Straße holen. Die, die Drogen nehmen oder Saufgelage abhalten. Wenn man sie da wegholt, können sie nicht irgendwelchen Mist verbocken.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Web.de

Welche Online-Communities benutzt du?

StudiVZ und ICQ, wenn man das als Community sieht.

Twitterst du?

Nein.

Welche Computerspiele spielst du?

Kaum welche. Solitär. Sonst gehe ich lieber mit Freunden was trinken oder treibe Sport.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Als Erzieher kann man sie nicht gut finden. Wenn Eltern ein Auge darauf haben, was ihre Kinder spielen, braucht man Gewaltspiele nicht zu verbieten. Das Gewaltpotenzial kann auch woanders herkommen. Und große Firmen sollten darauf achten, an wen sie die Spiele verkaufen. Es ist gefährlich, die Spiele an Jüngere zu verkaufen. Man muss ein gesundes Mittelmaß finden – und das ist schwer. Bei einem Verbot würden sich die Kinder die Spiele illegal besorgen. Und dann noch schlimmere Versionen. Ich bin gegen ein Verbot.

Was hältst du von Paintball?

Es ist bestimmt ganz spaßig. Aber es hat auch mit Kriegsführung zu tun. Militärs üben damit Strategie. Wenn jemand die verschiedenen Entwicklungsstadien zum Erwachsenen „normal“ durchläuft, kann er´s spielen. Man sollte es jedoch erst ab 18 freigeben. Aber verbieten: nee.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Ich habe generell was gegen Drogen. Ein No go. Ich würde zu ihm gehen und sagen, er solle es sein lassen und die Sachen wegpacken. Wenn´s mein Freund wäre, würde ich mit ihm sprechen und Drogendienste einschalten. Ich bekomme auch mit, dass in den Schulen viel geht mit Drogen.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Kleinere Hauspartys, Grillpartys im Sommer. Discos weniger. Vielleicht mal OM in Offenburg. Ich gehe eher gemütlich abends ein Bier in einer Kneipe trinken.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

In the End von Linkin Park.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Mein Schlabber-T-Shirt für zuhause.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Überwiegend über´s Internet auf verschiedenen Seiten im Outlet. Eher Marken und kein H&M.

Dein Lieblingsessen?

Specksoße. Das ist Kartoffelbrei mit einer Sahnesoße und Speck.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

2,2 oder 2,3 in der Berufsschule.

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Als Freiburg aufgestiegen ist. Ich hab nicht direkt geweint, aber ich war emotional da.

Dein liebstes Sportteam?

SC Freiburg.

In welchen Vereinen bist du Mitglied?

SC Kuhbach-Reichenbach. Da trainiere ich eine Mädchenmannschaft. Dafür geht viel Zeit drauf, aber es macht Riesenspaß.

Name: Matthias Lindemer
Alter: 22 Jahre, geb. 21.05.1987
Wohnort: Lörrach
Tätigkeit: Praktikant im Trinationalen Umweltzentrum in Weil am Rhein
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: Freie Wähler, Listenplatz 2

Hast du ein Motto?

Das Unmögliche versuchen, um das Mögliche herauszufinden.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Selbstbewusst, freiheitsliebend, nett, jung, ehrgeizig.

Deine Laster?

Computer. Da sitze ich zu viel dran. Und morgens das Aufstehen – das zu späte Aufstehen.

An was glaubst du?

Das ist schwierig. Ich glaube eigentlich an Gott. Aber nicht an das was vorgefertigt gesagt wird. Sondern ich mache mir mein eigenes Bild.

Warum kandidierst du?

Weil ich finde, dass man als junger Mensch fast die Pflicht hat, zu kandidieren. Es war klar, ich muss kandidieren und mich für die Gesellschaft engagieren. Das ist für mich selbstverständlich.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Die Lärmbelästigung. Beim SAK, Free Cinema und bei Sportplätzen, überall gibt es Lärmbelästigung. Wohngebiete und solche Plätze sollte man weiter auseinanderhalten, um das Problem zu lösen.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde bzw. in deiner Stadt besser machen?

Man kann zeigen, dass sie politisch aktiv werden und sich einsetzen können. Es wird zu wenig vermittelt, wie sich Jugendliche engagieren können. Da kann man Wege aufzeigen. Zudem: Wir vom Jugendparlament in Lörrach suchen Freewalls, auf die man legal Graffitis sprühen darf. Ein Skateplatz wird gerade renoviert.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

Jugendparlament-Loerrach.de – Da bin ich im Vorstand und manage die Seite selbst.

Welche Online-Communities benutzt du?

Dol2day – Democracy online today, ein Politikforum, Facebook und StudiVZ

Twitterst du?

Nein.

Welche Computerspiele spielst du?

Früher Egoshooter wie Counterstrike und Unreal Tournament. Oder Strategiespiele wie Command and Conquer. Mittlerweile aus Zeitgründen fast keine mehr.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Ich sehe bei Gewaltspielen kein Problem. Ich glaube nicht, dass es verändert, sondern dass der Mensch Aggressionen mitbringt. Und sie eher bei den Spielen raus lässt. Wie man beim Fußballspielen oder Boxen was raus lässt oder früher aufeinander losgegangen ist.

Was hältst du von Paintball?

Das gleiche. Es ist eine Strategie, diesen Aggressionstrieb rauszulassen. Es ist nichts Neues, dass man aufeinander losgeht. Nur die Art, wie man es nun tut, ist neu. Früher gab es Krieg, heute geschieht es virtuell. Es ist ein Ersatz und nicht die Ursache für den Aggressionstrieb.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Wenn ich vermute, er weiß welche Auswirkungen es hat, würde ich ihn machen lassen. Ich würde nicht mitmachen. Ihn höchstens aufklären. Bei härteren Drogen würde ich einschreiten. Aber Kiffen gehört für mich zu den leichten Drogen.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Ich bin meistens im Free Cinema an der Bar oder im Alten Wasserwerk in Lörrach. Die Beste Party in letzter Zeit war für mich der Freaky Friday - eine Party vom Jugendparlament im Alten Wasserwerk.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Da darf alles fehlen. Ich habe keinen iPod. Aber ich wollte mich auch auf keinen Song festlegen.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Ein weißes Hemd mit schwarzen Streifen.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Meistens bei Karstadt. Aber es könnte auch woanders sein.

Dein Lieblingsessen?

Solche kleinen Pizzas, die heißen Piccolinis.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

2,6 war meine Abi-Note

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Im Januar, als ich im Krankenhaus war.

Dein liebstes Sportteam?

Ich hab keins.

In welchen Vereinen/Wo bist du Mitglied?

Bei den Freien Wählern, in der Initiative Grundeinkommen und im Jugendparlament.

Name: Marie Kapla
Alter: 22
Wohnort: Freiburg
Tätigkeit: Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschülerin an der Uniklinik Freiburg und dort auch in der Jugend- und Auszubildendenvertretung; Rettungssanitäterin bei den Maltesern in Freiburg
Partei/Wählergemeinschaft und Listenplatz: Linke Liste - Solidarische Stadt, Platz 18

Hast du ein Motto?

Du kannst nicht jeden Tag etwas Großes vollbringen, aber gewiss etwas Gutes.

Wie charakterisierst du dich mit 5 Worten?

Hilfsbereit, engagiert, zuvorkommend, nachdenklich, lebenslustig.

Deine Laster?

Ich bin bisweilen sehr chaotisch. Ausserdem nehme ich mir oftmals viel zu viel vor. Ein notwendiges Maß an organisatorischem Talent bewahrt mich davor, den Überblick zu verlieren.

An was glaubst du?

Ich glaube daran, dass wir die Chance haben, in einer viel besseren Welt zusammenzuleben, wenn jeder von uns bereit wäre, ein bißchen mehr auf den anderen zu achten und seinem Gegenüber freundlich zu begegnen. Etwas weniger Egoismus und mehr Gemeinschaftsgefühl und Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt wären wichtige Meilensteine auf dem Weg dorthin.
Und ich glaube daran, dass eine, für uns alle lebenswertere Zukunftbesser gestaltet werden kann, wenn junge Menschen sich ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Politik mehr bewusst werden.

Warum kandidierst du?

Ich sehe mich als sehr politischen Menschen und bin, seit ich 14 Jahre alt bin, immer irgendwie aktiv gewesen in verschiedenen Gruppierungen und Gremien in Freiburg und auch überregional. Ich kandidiere, weil ich Politik aktiv mitgestalten will und die Anbindung an die parlamentarische Ebene dahingehend noch weitere Möglichkeiten eröffnet. Ich bin überzeugt, dass linke Positionen in den Parlamenten stärker vertreten sein müssen, um eine solidarischere und sozialere Politik zu gewährleisten.

Meine beruflich gewonnenen Erfahrungen bestätigen mich darin, dass es hier erhebliche Missstände und Nachholbedarf gibt, da es besonders sehr jungen und alten Menschen, zunehmend aber auch immer breiteren Teilen der Bevölkerung, derzeit an sozialer Sicherheit fehlt. Bei Lisst kommen Menschen, die in verschiedensten Arbeitsfeldern diese Missstände auszugleichen suchen, zusammen und ich möchte gern ein Teil der Politik sein, die zuerst für den Menschen da ist, statt für eine Wirtschaft, so wie sie aktuell organisiert ist, oder den Profilierungsansinnen einzelner dient.

Welches lokalpolitische Thema ist dir am wichtigsten?

Bildung, Förderung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, die Sicherung von einem sozialverträglichen Wohnungsmarkt, sichere Arbeitsplätze.

Was kann man für Jugendliche in deiner Gemeinde beziehungsweise in deiner Stadt besser machen?

Ich bin überzeugt, dass Bildung nicht erst in der Schule, sondern bereits im Kleinkindalter beginnen und eine damit verbundene Sozialisation durch Interaktion mit Menschen, ausserhalb des Familien- und engeren Bekanntenkreises, mit pädagogischer Begleitung, gefördert werden sollte. Ich halte diese frühe, aber begleitete Konfrontation mit der Umwelt für unerlässlich, um Kinder zu selbstständigen, neugierigen und offenen Menschen zu erziehen, die auch ein "Anderssein" zulassen und über den Tellerrand gucken können- die Voraussetzung offene und tolerante Gesellschaft. In diesem Sinne müssen auch Angebote für die Freizeit ebenso wie im schulischen Rahmen ausgebaut werden.
Zudem muss eine gezielte Unterstützung von benachteiligten Jugendlichen stattfinden, die auch mit Hinblick auf das Erlangen eines Schulabschlusses und den hiermit verbundenen Chancen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt Zukunftsperspektiven schafft. Hierfür müssen weitere -sichere- Stellen im sozialpädagogischen Bereich finanziert werden, um gute Ansätze nicht durch personelle Unterbesetzung zunichte zu machen.
Ausserdem sollten wieder mehr Partizipationsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene für junge Menschen geschaffen werden, um Demokratie erlebbar zu machen.

Welche Website ist die Startseite bei deinem Browser?

tagesschau.de

Welche Online-Communities benutzt du?

meinVZ.de

Twitterst du?

Nö.

Welche Computerspiele spielst du?

Keine. Habe ich auch noch nie, zumal mir die meisten zu zeitaufwändig sind.

Was sagst du zu Gewaltspielen?

Kann ich persönlich überhaupt nichts mit anfangen, zumal mir die Kampfhandlungen in der Regel zu plastisch dargestellt sind und mich eher abschrecken denn begeistern würden. Pauschal verurteile ich jedoch niemanden, der Egoshooter wie CS oder Ähnliches spielt, denn ich gestehe dem Großteil der Freizeitzocker die Kompetenz zu, durchaus abstrahieren zu können und mehr den Entspannungsfaktor des Spiels zu sehen beziehungsweise sich an einer guten Grafik und Herausforderungen an Konzentrationsvermögen und taktisches Vorgehen zu erfreuen. 

Was hältst du von Paintball?

Als überzeugte Antimilitaristin kann ich Paintball nicht wirklich viel abgewinnen. Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, dass dieses Spiel Spaß machen kann, dabei bleibe ich jedoch fest davon überzeugt, dass sich sportlicher Teamgeist und Adrenalinschübe auch ohne "Kriegspielen" erleben lassen. Paintball, als Reaktion unter anderem auf den tragischen Amoklauf von Winnenden, zu verbieten, halte ich persönlich allerdings für Blödsinn, dann käme man aus dem Verbieten überhaupt nicht mehr raus und der richtige Weg wäre das meines Erachtens auch nicht. Vielmehr einer dieser hilflosen Versuche, Versäumnisse der Politik, eine gute Basis für pädagogisches Wirken zu schaffen, durch Restriktionen wettzumachen.

Zum Thema Drogen: du sitzt mit Freunden zusammen, einer kifft, was machst du?

Kann er machen, zumal sich der größte Teil meines Freundeskreises aus volljährigen Menschen rekrutiert. Wenn derjenige nicht dauerbreit ist, seine Zukunft maßgeblich aufs Spiel setzt und ich nicht den Eindruck habe, dass er in seiner Situation nicht mehr selbst in der Lage dazu ist, sich zu helfen oder auch andere gefährdet -ich damit also in der moralischen Verantwortung stünde, ihm Hilfestellung anzubieten-, dann sehe ich keinen Grund, mich da einzumischen. Das ist seine Entscheidung, genauso wie es meine ist, nicht mitzurauchen.

Welche Partys / Discos besuchst du in deiner Freizeit?

Generell gehe ich eigentlich lieber gemütlich etwas trinken oder genieße schöne Abenden bei und mit Freunden bzw im Sommer irgendwo draussen. Solange mir die Musik gefällt, bin ich flexibel. House, Techno und Musik à la Rihanna und Co gehen allerdings gar nicht.

Welcher Song darf auf deinem iPod keinesfalls fehlen?

Ska ist tolle Gute-Laune-Musik für mich, und da mich mein -MP3-Player- beim Sportmachen motivieren soll, ist generell Rock wichtig. Ausserdem müssen ein paar ruhige Lieder zum Abschalten drauf., "Outside" von Staind zum Beispiel. Aber wenn ich meine letzten Playlists so rekapituliere, waren die Ärzte und Interpreten wie die Rolling Stones oder auch Rio Reiser eigentlich immer mit dabei.

Dein liebstes Kleidungsstück?

Jeans und schöne Sommerkleider.

Wo kaufst du deine Klamotten?

Vermutlich dort, wo es die meisten meiner Generation auch tun.

Dein Lieblingsessen?

Vieles aus der Mediterranen Küche, solange keine Meeresfrüchte dabei sind.

Der Notendurchschnitt deines letzten Zeugnisses?

1,3 in meiner Rettungssanitäterprüfung.

Wann hast du das letzte Mal geweint?

Gute Frage...aber auch ziemlich persönlich, oder?

Dein liebstes Sportteam?

War immer schon der SC Freiburg.

In welchen Vereinen/Wo bist du Mitglied?

Aktiv bin ich bei Ver.di in verschiedenen Gremien und bei den Maltesern in der Schulsani-Ausbildung und anderem- für die beiden geht momentan auch schon der größte Teil meiner Freizeit drauf. Dann natürlich bei der Linken Liste-Solidarische Stadt. Ansonsten habe ich noch einige Fördermitgliedschaften, bei Projekten und Gruppierungen, deren Arbeit ich gerne unterstützen möchte, bei denen es aber mein Zeitpensum nicht hergibt, regelmäßig selbst mitzumischen.

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