Julian Philipp David spielt am Montag im Great Räng Teng Teng bei den Someday Sessions

Laura Wolfert

Julian Philipp David - der Freiburger Musiker, der seinen dritten Vornamen durch seine Urgroßmutter bekommen hat, spielt am Montagabend im Great Räng Teng Teng. Warum seine Songs in einem Schrebergartenhäuschen entstanden sind:



Julian Philipp David – das sind drei Vornamen!

Julian war anscheinend der Lieblingsname meiner Eltern. David war als Zweitname gesetzt und kurz vor Schluss kam noch "Philipp" dazu. Urgroßmutter hieß irgendwie Philippine. Die ist am gleichen Tag gestorben, wie ich geboren bin. So kam das – meine ich.

Deine Mannheimer Band "Tonomat 3000" hat sich im Sommer aufgelöst. Wie kam es dazu?

Ich war drei Jahre lang in der Band. Es hat alles mit dem Umzug nach Mannheim angefangen – da haben wir uns kennengelernt. Als Tonomat 3000 waren wir relativ viel unterwegs und haben auch eine CD aufgenommen. Doch im Sommer vergangenen Jahres mussten wir uns auflösen. Ein Bandmitglied ist für ein paar Monate nach Afrika gegangen und ein anderer nach Berlin. Wir haben uns immer viel mehr als Gang und nicht als Band betrachtet. So kam es nicht in Frage, den Keyboarder oder den Bassist zu ersetzen.

Aber auf die Musik verzichten wolltest Du auch nicht.

Im Herbst habe ich beschlossen, alleine weiter zu machen. Mit einem Freund und Produzenten bin ich eine Woche lang in ein Schrebergartenhäuschen nach Stuttgart gefahren. Da ist man einfach mal für sich. Zurück kamen wir mit den ersten Songs und der Idee, meinen Geburtsnamen als Solokünstler zu verwenden. Seit dem schreibe ich viel und organisiere alles. Ich habe so viel geschrieben, dass ich quasi schon ein Album in der Hinterhand habe.

Am Montag ist mein allererstes Konzert als Solokünstler – in meiner alten Heimat Freiburg. Die Songs hat noch nie einer davor gehört. Und auch für den Sommer ist viel geplant: Da wollen wir anfangen, das neue Album aufzunehmen.



Du kennst jetzt Bandleben und Solokünstlertum. Was gefällt Dir besser?

Das leben als Solo-Künstler ist super kompromisslos. Es gibt keine Abstimmungen über dies und jenes. Was ich machen möchte, das mache ich einfach. Dadurch sind die Texte und die Musik noch näher an meiner Person. Ich bin der einzige, der das vertreten muss, kann und darf. Aber immerhin habe ich noch drei Kumpels – Tilman, David, Johannes – die mich als Band begleiten.

Auf deiner Seite steht: Julian Philipp Davids Geschichten bleiben. Was für eine Geschichte erzählst du uns am Montag?

Ganz aktuell sind die Songs von der Zeit geprägt, als die Band sich auflösen wollte. Da war ich mir unsicher, was in Zukunft passieren wird. "Drei Monate Herbst" ist ein Song, der sehr prägend ist. Er fängt genau mein Gefühl ein: Es geht etwas vorbei, gleichzeitig beginnt aber etwas Neues – doch die Ungewissheit bleibt.

Mehr dazu:

Was: Julian Philipp David
Wann: Montag, 04. Aprilt 2016, 21 Uhr.
Wo: The Great Räng Teng Teng.
[Foto: Maurice Schönen]