Jugendliche versprühen Pfefferspray im Linienbus - sie saßen in der letzten Reihe

Julia Littmann

Der Bus musste anhalten, die Jugendlichen versuchten zu flüchten - doch andere Fahrgäste hielten sie fest, bis die Polizei da war:



Am Freitag, 10. Juni gegen 18.45 Uhr versprühten Freiburger Jugendliche in einem Linienbus auf der Basler Landstraße Pfefferspray. Zeugen berichten, dass die drei Jugendlichen – im Alter von 14 und 15 Jahren – auf der hintersten Bank saßen und vermutlich mit dem Pfefferspray herumalberten.


Pfefferspraydosen gelten als Waffen, ihr Einsatz stellt eine gefährliche Körperverletzung dar. Die Wirkung des Capsicum-Mix reizt Schleimhäute und Atemwege und kann im schlechtesten Fall zu Schockzuständen führen. Die Polizeisprecherin weist darauf hin, dass die Drei nicht auf andere Fahrgäste gezielt hätten. Jedoch verteilt sich im Bus versprühter Pfefferspray blitzschnell durchs ganze Fahrzeug. Folglich musste der Busfahrer den Bus anhalten und die Türen öffnen.

Die drei Jugendlichen versuchten prompt zu flüchten, wurden aber von Fahrgästen und dem Busfahrer bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Insgesamt wurden sechs Fahrgäste und der Busfahrer leicht verletzt, konnten aber durch drei Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor Ort behandelt werden. Der Busfahrer konnte die Fahrt im Anschluss nicht mehr fortsetzen. Die Jugendlichen wurden von ihren Eltern auf dem Polizeirevier Freiburg-Süd abgeholt. Gegen sie läuft nun ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung.

[Foto: Ingo Schneider]