Japanischer Schulhumor

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, dass es in Japan einen sehr ungewöhnlichen Streich gibt, den sich nicht nur Schulkinder untereinander spielen? Dass sich recht brutale Spiele im ältesten Kaiserreich der Welt großer Beliebtheit erfreuen, wissen wir spätestens seit "Takeshi's Castle". Dieser Streich namens Kancho findet seit der Manga-Serie Naruto, in der er den Namen "Tausend-Jahre-Schmerzen-Technik" trägt, viele Nachahmer. (Jugendlichen sowie sensibleren Gemütern wird mal wieder vom Lesen abgeraten.)

Dabei faltet man die Hände mit ausgestreckten Zeigefingern und versucht, diese einer unaufmerksamen Person in den Anus zu stecken.

Dieser Streich, der harmloser ist, als sich die Beschreibung anhört, ist in vielen ostasiatischen Ländern bekannt und hat es schon auf Wikipediaeinträge in sechs Sprachen sowie auf diverseVideoplattformen geschafft.
Die Bezeichnung Kancho kommt übrigens vom japanischen Wort für Einlauf.
Inzwischen ist dieses Spielchen sowohl in japanischen Schulpausen als auch als Scherz unter Freunden in aller Öffentlichkeit weit verbreitet.