Interview mit Pascal Krauss: Das Leben nach "Die Bachelorette"

Anna-Lena Zehendner

Der Freiburger Pascal Krauss bekam bei RTL zwar drei Rosen von Bachelorette Anna Christiana Hofbauer, nicht aber ihr Herz. Das ist jetzt einen Monat her und Pascal in den USA, wieder als Mixed Martial Arts Kämpfer. fudder-Autorin Anna-Lena hat mit ihm geskypt um zu erfahren, wie sein Leben nach der Bachelorette ist und natürlich, ob er inzwischen in festen Händen ist:



Wie sehr hattest du bei der Bachelorette Marvin als Sieger auf dem Schirm?

Pascal Krauss: Ich habe schon am Anfang gesagt, dass er weit kommen wird. Immerhin sieht er gut aus, das kann ich auch als Mann ganz gut beurteilen. Aber er war so unglaublich schüchtern und hat ständig an sich gezweifelt, daher war nicht klar, ob Anna auf so einen Typ Mann steht. Marvin ist in dieser Hinsicht das komplette Gegenteil von mir. Es macht übrigens Spaß, mal wieder Deutsch zu sprechen.

Hast du etwa noch nicht mit deiner Mama telefoniert?

Nein, bisher nicht. Wir schreiben uns aber per WhatsApp.

Bereust du deine Teilname bei der RTL-Sendung?

Es war eine absolut lustige Aktion, interessante Erfahrung und locker verdiente paar tausend Euro. Meine Bachelorette-Teilnahme hat dazu beigetragen, mich, die Marke Pascal Krauss, populärer zu machen. Zugegeben, kurz bevor ich Ende August nach Amerika geflogen bin, hat mich die Situation schon ein bisschen genervt.

Jeder hat mich auf die Bachelorette angesprochen, alle wollten irgendwas dazu wissen. Für mich war die Sendung aber schon so lange abgedreht. Letztendlich ist es keine Sache, auf die ich unglaublich stolz sein kann, da ich keinerlei Leistung bringen musste. Anders als bei meinem Sport!

Was genau machst du aktuell in Amerika?

Ich mache hier wieder das, was ich am liebsten mache: Training und mich für die Kämpfe vorbereiten. Ich bin drei Mal täglich mit meinen Kollegen auf der Matte und habe wieder mein altes Leben.

Beschreib doch mal deinen gewöhnlichen Tagesablauf in Milwaukee.

Morgens um 8 Uhr geht es mit dem Kraft- und Ausdauertraining los. Dann habe ich eine kurze Mittagspause. Um 13:30 Uhr startet das Pro-Training, also die harten Einheiten mit den anderen Profisportlern. Abends ist es wieder etwas ruhiger. Dann drillen wir die Techniken, Boxen, Kickboxen oder Ringen und Bodenkampf, etwas lockerer.

Momentan habe ich außerdem noch ein kleines Abnehme-Projekt am laufen: wer selbst abnehmen will oder sich generell für Ernährung, Training etc. interessiert, schaut die nächsten Wochen immer mal wieder auf meine Website. Dort werde ich die Ergebnisse, Tipps und Tricks präsentieren.

Wann wirst du wieder nach Freiburg kommen?

Das kommt darauf an, wann ich den nächsten Kampf habe. Das weiß ich bisher noch nicht. Wenn es in diesem Jahr noch zu einem Kampf kommen sollte, dann bleibe ich hier. Falls ich aber erst im nächsten Jahr kämpfen werde, komme ich dazwischen in die Heimat.



Was fehlt dir in Milwaukee besonders, wenn du an Freiburg denkst?

Da gibt es einiges. Aber das Banalste ist wahrscheinlich, dass ich hier täglich fast zweieinhalb Stunden im Auto sitze, um zum Training und wieder nach Hause zu kommen. In Freiburg mache ich alles mit dem Fahrrad. Das ist schon wesentlich entspannter.

Und zum Schluss möchte ich und die ganze Welt natürlich wissen: Hast du inzwischen deine persönliche Bachelorette gefunden?

Lass es mich so ausdrücken: I got 99 problems, but a Bachelorette aint one.

Ruf deine Mama mal an!

Mach ich.

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[Fotos: privat]