Interview mit Antonella Trapani von Popstars

Gina Kutkat

Antonella Trapani ist 16, kommt aus Haltingen bei Weil und ist Kandidatin bei der Castingsendung "Popstars". Derzeit weilt sie in Ägypten, um sich von Detlef D! Soest drillen zu lassen. Dennoch fand sie Zeit für ein fudder-Interview, in dem sie sich unter anderem über ihren "unkooperativen" Schuldirektor beschwert.



Antonella, wer ist dein Idol?

Britney Spears. So wie sie wollte ich immer sein. Und ich habe schon ziemlich lange den Wunsch, auch ein Popstar zu werden. Seit ich singe und im Fernsehen Shows wie „The Dome“ oder eben DVD's von Britney Spears' Tour anschaue.

Fühlst du dich mit 16 nicht noch zu jung für einen angehenden Popstar?

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, erst nach dem Abitur zu Popstars zu gehen. Ich wusste gar nicht, dass schon wieder eine neue Staffel anfängt und habe den Aufruf eines Tages im Internet gesehen. Das Thema „Just 4 Girls“ hat mir sofort zugesagt, weil eben eine Mädchenband gesucht wird.

Bist du von der Schule freigestellt?

Nein. Ich muss mich von der Schule abmelden, weil der Direktor meines Gymnasiums so unkooperativ war. Ich bin jetzt in der 11. Klasse und war immer eine gute Schülerin. Seiner Meinung nach könnte ich aber Popstars und Schule nicht parallel schaffen, obwohl es erstmal nur um vier Wochen ging.

Was sagt deine Familie dazu?

Die steht voll hinter mir. Meine Mama ist total stolz auf mich und unterstützt mich auch in Sachen Schule. Sie sagt, ich solle das jetzt ruhig machen, denn die Schule könne ich immer noch nachholen. Ich habe auch eine zwei Jahre jüngere Schwester, die mir ebenfalls die Daumen drückt.



Was hast du vor Popstars gemacht?

Singen und Tanzen waren schon immer die Hauptthemen in meinem Leben. Bis ich 13 war, habe ich in einer Tanzschule getanzt, auch Meisterschaften. Vor allem Hip-Hop und dessen Untersparten. Mit neun Jahren begann ich mit Gesangsunterricht. Ich hatte auch schon ein paar kleinere Engagements, aber trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich viel Erfahrungen habe.

Wo liegen deine Stärken und Schwächen als Popstar?

Große Schwächen habe ich nicht. Der Gesang fällt mir ziemlich leicht, da muss ich nur darauf achten, wie ich was singe. Der Coach sagt mir dann aber, ob ich mehr oder weniger Vibrato verwenden soll. Ich habe immer viel und gerne getanzt, aber eben seit vier Jahren nicht mehr. Ich kann es immer noch, aber meine Auffassungsgabe für Choreographien ist nicht mehr so gut wie früher.

Im Europapark Rust bist du beim Casting rausgeflogen, doch dann bist du über ein Online-Voting weitergekommen. Wie lief das ab?

Zwischen dem Casting im Europapark und dem Online-Casting war ungefähr ein Monat Zeit. Nachdem ich in Rust rausgeflogen war, habe ich sofort die Chance ergriffen, es noch einmal übers Internet zu probieren. Das war ziemlich locker, ich habe ein paar Lieder aufgenommen und war schließlich unter den letzten Vier, von anfangs 700. Das war cool.

Welche Lieder waren das?

"Beautiful" von Christina Aguilera, "A Woman’s Worth" von Alicia Keys und "Nobody Knows" von Pink. Dann kam ich in die Top 20 Runde. Dort musste ich zwei Lieder ohne Hintergrundmusik aufnehmen. "What You Don’t Know" von Monrose und "Love Song" von Sarah Bareilles.

Waren dann allein die Stimmen der Zuschauer im Internet ausschlaggebend für dein Weiterkommen?

Letztlich hat die Jury entschieden und nicht die Platzierungen aus dem Online-Voting.



Du bist gerade in Ägypten. Verspürst du Heimweh?

Ich vermisse das gute Wetter. Das Klima in Ägypten ist nicht so meins. Ich würde dort keine Ferien machen. Die Luft ist komisch, da finde ich es bei uns besser. Heimweh verspüre ich natürlich nach meiner Familie. Meinen Ort Haltingen finde ich einfach toll, weil wir so nah an der Grenze wohnen.

Wie ist es im Camp?

Es kommt dem nahe, was man im Fernsehen sieht. Das Konditionstraining ist mitunter das Härteste. Wenn ich zu Detlef in den Tanzraum gehe, habe ich immer ein bisschen Angst.

Hat Detlef D! Soost dich schon mal zusammengestaucht?

Nein. Da habe ich Glück gehabt. Ich weiß, wie ich mit ihm umgehen muss und dass er sich nicht über meine Art, sondern über die Sachen, die ich falsch mache, aufregt.

Wie verstehst du dich mit den anderen Teilnehmerinnen? Gibt es Zickenkrieg?

Wir sind jetzt erst im dritten Workshop in Ägypten und lernen uns alle noch kennen. Wir wachsen aber zusammen. Hier und da haben sich Freundschaften gebildet. Ich komme sehr gut mit Jill und Virginia klar. Im Moment verstehen wir uns alle noch ziemlich gut. Ich hoffe, das bleibt so.



Seht ihr eigentlich die Shows, die in Deutschland gezeigt werden?

Wir haben die Chance, die Sendungen zusammen auf DVD zu schauen und dann lachen wir darüber.

Geben dir die Coaches persönliche Tipps, wenn die Kameras aus sind?

Ja, bei den Generalproben. Außerdem sagen sie uns, wie wir unsere Kondition verbessern, damit wir auf der Bühne nicht außer Atem kommen.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Sido?

Sido sitzt ja in der Jury. Das war am Anfang für mich schon komisch. Wir haben in Ägypten aber nicht so viel mit ihm zu tun. Wir haben mit ihm einen Kamelritt unternommen, mehr nicht. Detlef ist mehr vor Ort. Sido sehe ich nur bei den Entscheidungsshows.

Was hast du vor, falls dein Popstars-Traum platzt?

Sollte ich rausfliegen, würde ich einen Sprachaufenthalt im Ausland machen, so dass ich ein bisschen Stoff nachholen kann. Im September müsste ich dann wieder in der 11. Klasse anfangen. Wenn ich andere Sachen angeboten bekomme, würde ich die erst einmal verfolgen.



Wie verändert sich dein Leben, wenn du in die Popstars-Band kommen würdest?

Mein Leben wird sich um 180 Grad drehen. Ich werde viel unterwegs sein und meine Familie kaum sehen. Aber ich würde das tun, wovon ich schon immer geträumt habe. Es wäre einfach schön und aufregend, weil jeden Tag etwas Neues passiert.

[Fotos © ProSieben/Oliver S.]

Mehr dazu:

 
Was: Antonella Trapani in Popstars
Wann: Morgen, Donnerstag, 16. Oktober, 20.15 Uhr
Wo: ProSieben