Das wird ein ruhiger Sommer: Fest um Fest wird in Freiburg abgesagt. fudder-Autor Martin trauert zwar nicht um jede einzelne Party, aber um die Atmosphäre in der (ehemals) chilligsten Stadt Deutschlands. Freiburg schläft ein.
Psst! Ganz leise! Mittagsruhe! Bitte nur mit weichen Sohlen die Stadt betreten. Rollkoffer anheben. Und lieber nicht unterhalten. Das hier ist Freiburg, die leiseste Stadt Deutschlands.
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es hat ja nicht mit der absage oder dem verbot einzelner feste begonnen, das ist ja ein trend, der insgesamt fast schon wütend macht. denke da an die sternwaldwiese, den skatepark im seepark, das ganze theater um ein alkoholverbot in der stadt, irgendwann wird man, wenn man sich auf dem augustinerplatz nur hinsetzt einen strafzettel wegen wilder und gemein gefährlicher lagerei bekommen.
das ist nicht nur ein treffender kommentar, sondern auch eine schicke schreibe. der autor sollte vielleicht mal was mit journalismus machen.
Hm, bald darf Pischko auch kein Bier mehr verkaufen und wir nicht mehr auf dem August sitzen. Das Elpi verliert endgültig seine Lizenz wegen den Anwohnern ("pssssssscht") und auch alle Hocks und Weinfeste in den Stadtteilen und der Umgebung werden abgesagt. Was ist denn das für eine Tendenz? Eigentlich will ich nach dem Studium so schnell wie möglich zurück nach Freiburg, aber wenn sich das so weiterentwickelt...näää!
son amt öffnet ja relativ früh, insofern würde sich das ordnungsamt als location für eine protestafterhour anbieten. zentral gelegen ist es auch noch. ich stelle das jetzt mal in den raum, ohne allerdings selber teilnehmen, organisieren oder mich wg hausfriedensbruchs verhaften lassen zu wollen. das ist legitim :)
Es gibt im Gewerberecht übrigens einen zentralen Begriff; den der Unzuverlässigkeit. Unzuverlässig ist, „wer nach dem Gesamteindruck seines Verhaltens keine Gewähr dafür bietet, dass er das von ihm betriebene Gewerbe in Zukunft ordnungsgemäß betreiben wird“.
Und wenn nun die Verwaltung bestimmte Veranstalter/ Gewerbetreibende, die hinter einer Reihe der genannten Veranstaltungen stehen, in diese Kategorie einordnet, wird es in der Tat schwer mit der Genehmigung.
Vielleicht hat die Verwaltung weniger ein Problem mit Veranstaltungen allgemein, als vielmehr mit bestimmten Veranstaltern.
Nur mal so als Denkanstoß.
Ich denke die Verschwörungstheorie ist eher: die böse Verwaltung verbietet ALLES.
Es ist halt so, dass Veranstalter die negativ aufgefallen sind, immer höhere Auflagen bekommen. Oder gar als unzuverlässig eingestuft werden.
Und bestimmten Veranstaltern ist zB letztes Jahr ein Event völlig aus dem Ruder gelaufen.
Freiburg ist eine Rentnerstadt und will es auch bleiben.
Renter haben gut Geld, machen kein Lärm und kein Dreck.
Die junge Generation kann doch weg oder aufs Land, die Mietpreise können sie sich bald eh nicht mehr leisten.
Die Jugend ist auf dem richtigen Weg. Jetzt hat sie ihr erstes Freiraumzentrum unter die Erde verlegt. Fehlen noch schalldichte Tiefbaulösungen für August und Sternwald und wir nähern uns einer Lösung des Problems.
denke es ist irgendwo utopisch, in einer alternden gesellschaft zu erwarten, dass die jugend den ton angibt. die machtverhältnisse sind tendenziell immer auf seiten der alten, und wenn die auch noch die mehrheit stellen ist es halt vorbei.
weniger rumalbern, mehr meine rente erwirtschaften kthx
also wenn die alten die Macht übernehmen,
zahle ich einfach keine Rente mehr
und trommle für den Wetfrieden
Früher hab ich mich auch manchmal über so Sachen in Freiburg geärgert, dann bin ich zum studieren nach Pforzheim, in den Semesterferien komm ich dann wieder "heim" um die abgesagten Feste nicht zu feiern, und werd trotzdem mehr erleben als hier :) Was ich damit sagen will...es geht noch schlimmer!
Beste Grüße
Als ich neulich mit meinem Mountainbike friedlich und beseelt duch den Freiburger Stadtwald ritt, griff mich plötzlich ein renitenter Baum an, der sich mir -plötzlich und unerwartet- provokativ in den Weg stellte. Ich stürzte heftigst und zog mir ein Hämatom am I-Phone zu. Und was macht die Stadt jetzt? Hmm?! Richtig! Endlich wird durchgegriffen. Zum Beispiel süd-westlich des Rosskopfgipfels. Da sieht es aus wie der Terminkalender fürs Sommerprogramm in Wir-sind-Großstadt-Freiburg. Danke, Danke, Danke. Ich weiß schon wer als nächster abgesägt wird.
Und wenn dann nur noch das Rauschen des Windes und das Klagen einer einsamen Motorsäge zu hören sein wird, dann ist Friede eingekehrt im ehemals grünen Auenland.
"chillige stadt" triffts doch dann schon ganz gut. also chillen hat bei mir nichts mit feiern zu tun.
"Die Veranstalter deuten mit Schaum vorm Mund auf das Amt für öffentliche Ordnung, das sie mit unerfüllbaren oder geschäftsgefährdenden Auflagen willkürlich boykottiere."
Der erst Teil trifft es in etwa, der zweite Teil ist wohl eher die einseitige Sicht der Veranstalter.
Ist es tatsächlich unerfüllbar, den Eschholzpark bzw. die Wiese wieder herzustellen? Und die Sicherheit ist euch wohl auch egal. Ihr Veranstalter macht euch langsam lächerlich. Und alle die in dieses Horn stossen dazu.
Freiburg wird immer unattraktiver. Hätte ich keinen Job hier, würde ich die Biege machen. Viel zu viele Studenten, hohe Mieten, wenig Industrie, Zeitarbeitsfirmen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Abgezockt wird man hier von vorne bis hinten und das Gehaltsniveau ist besch.... schöne Landschaft und teilweise verbissene Badenser, supi hier. Da gibt es vorbildlichere Städte...
Hmmm.........krass , so langsam wirds echt traurig.......in Freiburg, aber auch in Emmendingen und Umgebung ist es ja auch nicht viel anders, es werden immer mehr Auflagen, Vorgaben immense Preise für Stand- und Betreibergebühren verlangt. Ich verstehe es nicht welche Freude , welch Spaß und Befriedigung einem solche Machtausübungen bringen...........Selbst in der Vergangenheit kein Fest , keine Party und die wenigsten Veranstalltungen ausgelassen aber anderen den Spass vermießen....tztztztztz :-/ :-(
Die kleinste Kulturveranstaltung der Stadt ist der Strassenmusiker.
Wenn der Amt für öffentliche Ordnung und der Polizei mag eine oder der andere Strassenmusiker nicht können die ihm das Leben sehr schwierig machen. Vergangenes Jahr hat mir ein Freiburger Polizeihauptkommisar über eine bestimmte Strassenmusikertruppe gesagt, "Was die machen ist nicht Musik, das ist nür Gerausch". Da haben wir es. Polizisten agieren auch als Musikkritiker und dabei nehmen sie sich so ernst.
seit 7 Monaten wohne ich in München, da ich in Freiburg keinen Job gefunden habe, hier aber schon. Bisher hatte ich immer mal wieder Sehnsucht nach Freiburg, war fast etwas traurig- dank dieser neuesten Entwicklung in der schönen, von Rentnern regierten "Studentenstadt" bin ich froh, nicht mehr in Freiburg zu wohnen! Danke liebes Ordnungsamt! Ihr macht einem den Umzug echt leicht! Wenn ihr nun auch noch das Grillen im Seepark und das gemütliche Abhängen auf dem August verbietet, stehen die Chancen vielleicht sogar gut, dass junge Leute nicht nur wegziehen, sondern erst gar nicht mehr hinziehen...
downtownstreetdämlackquatsch geht mir genauso am arsch vorbei wie das public viewing, bei einer massenabiparty muss ich leider das olle knüppel argument rausholen: so einen durchorganisierten dreck hätte es, bzw. hat es früher zum glück nicht gegeben, schloßbergfest, gääähn, 1,mai party einschnitte sind natürlich megapeinlich, habe allerdings keine großen proteste dagegen gesehen, von daher bitte jetzt nicht rumjammern. das freiburg unter einem amt für ö. terror leidet, ist ja nicht das neueste, ob sich mit gurath und konsorten jetzt unbedingt die richtigen beschweren, na ich weiß nicht. amt für ö. knallköppe und veranstaltermafia in einen sack, knüppel drauf
man trifft immer die richtigen
Überlegung: Haben sich diese Feste vielleicht gar nicht mehr gelohnt? Ein Kaufmann geht doch nur ein Risiko ein, wenn auch für ihn voraussichtlich was rausspringt. Warum hat denn Burtsche für das Colombipark-Weihnachtsspektakel einfach nicht mitgeboten?
Vermutlich können die Herrschaften rechnen, ließen die Finger davon und gaben als „Ehrenrettung“ der Verwaltung die Schuld.
"ob sich mit gurath und konsorten jetzt unbedingt die richtigen beschweren, na ich weiß nicht."
Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Nur weil er mit dem Einhalten der Sicherheitsvorschriften/Aufräumarbeiten keinen Cayenne Turbo mehr fahren kann sondern mit einem Cayenne S vorlieb nehmen muss fährt er jetzt eine Antikampagne gegen die Stadt. Und die anderen "Unternehmer" springen auf diesen Zug auf, weil sie den Reibach wittern.
Wenn die Stadt sich nun ins Bockshorn jagen lässt von solchen Erpressermethoden, Dann wird gefeiert dass die Schwarte kracht. Und nachher kann Mutti mit den Kleinen später im Eschholzpark die Wüste Gobi bewundern.
..vielleicht mal was andres als die Grünen wählen, dann passiert auch mal was andres in unserer Freiburger Politik und der "Umsetzung" bestimmter Punkte...
...und die "Auflagen" und Betreibergebühren die rauf gegangen sind....nen paar "Peanuts" mehr für die Griechenland Milliarden, die wir nie weider sehen, dazu noch Reparaturkosten etc. für sie und dann noch den Euro - Ausstieg. Wenn Deutschland dann pleite ist wegen der "sparsamen und im Umgang mit Finanzplanung sehr weisen Griechen", dann hat das AföO keine Gelder mehr für Schreibtischtäter und überzogenen "Regeln, Kosten etc.".
...wie im Fußball: Freiburg steigt extrem (selbstverschuldet) ab !
Schade !