Politik

In Zähringen haben rund 900 Leute gegen die AfD demonstriert

Frank Zimmermann & aktualisiert um 18 Uhr

Im Bürgerhaus Zähringen hat am Sonntag eine Wahlkampfveranstaltung der AfD stattgefunden. Dagegen haben rund 900 Menschen demonstriert – lautstark und klar, aber ohne Gewalt.

Es ist sehr laut vor dem Bürgerhaus Zähringen am Sonntagnachmittag, Hunderte von Demonstranten skandieren, so laut sie können, "Nazis raus" und provozieren die eintreffenden Gäste der AfD mit "Eure Kinder kaufen unser Gras". Manche der eintreffenden AfD-Mitglieder, -Förderer und geladenen Gäste gehen darauf ein und machen in sicherer Entfernung – der Eingangsbereich zum Bürgerhaus ist durch einen Zaun abgetrennt, dazwischen ist eine Reihe Polizisten positioniert – demonstrativ eine ablehnende Handbewegung. Schon zuvor auf den wenigen hundert Metern vom Treffpunkt an der Hornussstraße zum Bürgerhaus riefen viele Demonstranten lautstark "Ob Pegida oder AfD, stoppt den Rechtsruck in der BRD" oder "Wir singen laut, wir singen clear, refugees are welcome here".


Das "Aktionsbündnis Aufstehen gegen Rassismus", das den Protest ordnungsgemäß bei den Behörden angemeldet hatte, hatte mehrere Bands eingeladen, Musik zu machen. Zahlreiche Rednerinnen und Redner von DGB, Stadtjugendring, muslimischer Hochschulgruppe, Die Linke und der antifastischen Linken, halten kurze Ans gegen die AfD und ihre Politik. Viele haben Plakate gebastelt mit Sprüchen wie "Wirr ist das Volk" oder "Hass ist keine Alternative". Manche haben Trillerpfeifen mit, in die sie blasen, sobald sie jemanden das Bürgerhaus betreten sehen. Jörg Meuthen sagt bei der Ankunft über die Gegendemonstranten: "So viele hatten wir noch nie, das toppt alles." Der AfD-Kreisvorsitzende Andreas Schumacher spricht von der "roten Hölle", durch die sich die Gäste hätten quälen müssen.

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