Ramen 8

In Freiburg gibt es bald ein japanisches Ramen-Restaurant

Anika Maldacker

In den Räumen des ehemaligen Rido soll demnächst ein Ramen-Restaurant eröffnen. Ab nächster Woche will Inhaberin Jianhua Li die japanische Nudelsuppe anbieten. Das Schwester-Restaurant in Stuttgart ist ein Erfolg.

Die Räume standen lange leer, jetzt kehrt dort allmählich wieder Leben ein: Im ehemaligen Rido in der Gartenstraße wird demnächst ein japanisches Restaurant eröffnen. Dort soll es nur Ramen geben, eine japanische Nudelsuppe. Bisher verweist in der Freiburger Gartenstraße 13 nur ein Schild auf die baldige Eröffnung. Das verwirrte die ersten Tage allerdings etwas, weil dort von Stuttgart die Rede war. Inzwischen ist der Schriftzug durchgestrichen. Wann genau das Ramen 8 seine Gäste zum ersten Mal bekocht, kann Inhaberin Jianhua Li nicht genau sagen. "Wir wollen im Laufe der kommenden Woche eröffnen", sagt sie.


Drei Sorten Brühe wird Jianhua Li anbieten: Schweine-, Hühnerbrühe und Gemüsebrühe. Besonders wichtig beim Ramen ist, dass die Brühe mehrere Stunden köchelt. "Mindestens acht Stunden müssen es bei den Fleischbrühen sein", sagt sie. Beim Gemüse nur höchstens fünf Stunden. Die Ramen – so werden die Nudeln in Japan genannt – macht ihr Team selbst. Die müssen auch noch zwei bis drei Stunden gekocht werden. Um die Nudeln selbst herzustellen hat Jianhua Li ihre Nudelmaschinen aus Japan importiert. Auch das Weizenmehl und die übrigen Zutaten lässt sie aus Japan importieren.

Ramen – ein Trend, der von Japan über die USA nach Europa kam?

Die Inneneinrichtung steht soweit, die Tische und Stühle sind an die richtigen Plätze gerückt. "In Europa sind Ramen nun zum Trend geworden", sagt sie. Das überrasche sie nicht, denn die Nudelsuppe aus Fernost erfreut sich schon seit Jahren in den USA und Großbritannien wachsender Beliebtheit. "In Deutschland kommen die Trends dann immer etwas später an", sagt Jianhua Li.

Bis Ende Dezember 2017 wurde in den Räumen die Bar Rido betrieben. Seit August 2018 miete sie den Ort, sagt Jianhua Li. Eigentlich hätte sie schon längst eröffnen wollen, doch der Umbau und die Organisation habe sich nun doch länger hingezogen. Außerdem hat sie zeitgleich ein weiteres Ramen-Restaurant in Stuttgart geplant, dass seit September 2018 geöffnet ist. Die ersten Tage seien etwas holprig gelaufen, doch nun sei das Restaurant jeden Abend voll, sagt Jianhua Li, die daher nun die meiste Zeit in Stuttgart lebt.

Die in China geborene und aufgewachsene Frau ist in Freiburg aber keine Unbekannte. 2003 kam sie nach Südbaden und lernte Freiburg lieben. Von 2006 bis 2014 servierte sie thailändische Küche im ehemaligen Restaurant Leaf Thaiküche in der Poststraße, dann Sushi in der Dietlerpassage. "Zum Schluss habe ich alles verkauft", sagt die heute 40-Jährige – für die Ramen-Restaurants in Stuttgart und Freiburg.

Ramen 8 soll eines Tages eine Art Restaurantkette werden, sagt sie. Sie vermutet, dass die japanischen Ramen-Suppen in Großstädten besser ankommen, als in kleineren Städten wie Freiburg. Dennoch wollte sie dem Konzept in dieser Stadt eine Chance geben. "Ich liebe Freiburg und fühle mich hier zuhause."

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