Straßenkunst

In diesem Uniseminar sprayen Studierende zusammen mit Kid Pone und TTF ein Graffiti

Inanna Tribukait

Ein Oktopus, eine Kirche, die unter Wasser steht, Bücherstapel und Menschen im Mittelmeer: Auf dem Graffiti, das gerade am Institut für Makromolekulare Chemie entsteht, geht es um die Ideen vieler Menschen.

Der Container, der bei der Kreuzung von der Stefan-Meier-Straße mit der Albertstraße steht, ist seit neuestem mit einem Graffiti bedeckt, das im Rahmen eines Universitätsseminars gesprüht wurde. Im Seminar des Lehrstuhls Finanzwesen geht es um das Thema Innovation und Kreativität, das Design für das Graffiti wurde von den Studierenden in Zusammenarbeit mit zwei Freiburger Street Art Künstlern – Kid Pone und TTF – erarbeitet. Der leitende Professor Stephan Lengsfeld sieht darin eine Möglichkeit zum Action Learning, bei dem die Studierenden den kreativen Prozess von der Idee bis zur Umsetzung miterleben.


Mit allen Beteiligten entsteht ein Gesamtkunstwerk

"Das, was entsteht, ist dann nicht mein Projekt, sondern da haben alle gemeinsam dran gearbeitet", sagt Lengsfeld. Mit den beiden begleitenden Street-Art-Künstlern hätte es sofort super gepasst, und auch die Studierenden seien aktiv und mit Begeisterung bei der Sache: "Das sind Leute, die im normalen Universitätsalltag niemals alle ihre kreativen Stärken einbringen können, hier aber so die Möglichkeit dazu haben". Auch die Studierenden selber durften beim Sprühen mitmachen und haben davor einen Workshop besucht, bei dem sie erste Grundlagen der Graffitikunst erlernen konnten.

Auch während der Sprüharbeit kommt es noch zum Gespräch und zur Weiterentwicklung des Kunstwerkes, einfach durch Unterhaltungen oder Zurufe von Passanten. Die Resonanz sei bisher durchweg positiv, sagt Lengsfeld und erzählt von einer Busfahrt am Gebäude vorbei, bei der sich plötzlich alle Köpfe nach dem neu besprühten Gebäude umdrehten. Er kann sich vorstellen, das Projekt in Zukunft mit anderen Studenten zu wiederholen. "Dadurch, dass andere Leute am Projekt beteiligt sein würden, käme dann auch sicher ein ganz anderes Produkt raus."

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