Stadtgespräch

In diesem faszinierenden Video sieht man Freiburg im Jahr 1970 aus der Luft

Jonathan Janz

Im Jahr 1970 ist das Freiburger Stadtbild ein völlig anderes als heute. Eine historische Luftaufnahmen des Südwestrundfunks zeigt Freiburg im Jahr 1970 aus der Vogelperspektive.

Damals war der Freiburger Westen noch dünn besiedelt. "Zahlreiche Baustellen dienen als Beweis dafür, dass es der expansionsfreudigen Stadt in ihren alten Zähringer Mauern doch zu eng wird. Tradition hin, Tradition her, Freiburg braucht Platz und hat leider viel zu wenig davon" – heißt es im Video mit historischen Luftaufnahmen von Freiburg, aus dem Jahr 1970.




Fast 50 Jahre später ist die Stadt nachverdichtet, das Wohnraumproblem bleibt. Am kommenden Sonntag werden die Freiburger daher über die Bebauung des Dietenbachgeländes abstimmen.

Das Video aus den 70ern zeigt, dass die Stadt nicht zum ersten Mal dem Wachstumszwang ausgesetzt war. Schon damals musste neuer Wohnraum her. Der Freiburger Gemeinderat beschloss am 28. April 1964 den Bebauungsplan für einen ganz neuen Stadtteil im Westen der Stadt, für das Gebiet "Landwassermatten", damals noch ein sumpfiges Waldgebiet. "Landwasser heißt die Muster-Monsterstadt. Heute schon Heimat für 9000 Menschen", sagt der Sprecher, während die Kamera auf das damalige Neubaugebiet schwenkt.

Das Video zeigt auch, wie sich das Stadtbild in knapp 50 Jahren verändert hat. In den 70ern war die Innenstadt noch für den Autoverkehr zugänglich. Wo heute der tägliche Münstermarkt ist, wurde früher geparkt. Das Westbad war noch ein Freibad und im Flückigersee arbeitete noch der Schwimmschaufler an der Aushebung.

Quelle: Mehr zum Thema: