In der Notunterkunft: Wir suchen noch Wohnungen!

Sebastian Klaus

Das Semester ist schon wieder in vollem Gange. Voll sind allerdings auch die Wohnheime, WG- und Einzelzimmer. Deshalb campieren einige Wohnungssuchende zwangsweise in der Notunterkunft in der StuSie. Fünf von ihnen erzählen uns von der Wohnungssuche und wie es sich in der Notunterkunft so lebt.

 



Lorenz Bielig, 21 Jahre, studiert Germanistik

Seit wann bist du hier? Bereits seit zehn Tagen.
Besichtigte Wohnungen?
Insgesamt 17, auch außerhalb Freiburgs.
Und was gefunden?
Nein, leider nicht.
Woran scheiterte die Wohnungssuche?
Zu viele Mitbewerber.
Was hältst du von der Notunterkunft? Tolle Sache. Unsere gemeinsame Not schweißt zusammen.    



Barbara Depka, 23 Jahre, studiert Spanisch und Geschichte

Seit wann bist du hier? Seit 5 Nächten.
Besichtigte Wohnungen? Etwa 16.
Und was gefunden? Ja. Zum 1.November ziehe ich in eine Sechser-WG nach St.Georgen.
Deine Meinung zur Notunterkunft? 8 Euro für eine Matratze ist einfach zu viel.    



Markus Brückner, 20 Jahre, studiert Sport, Englisch und Deutsch

Seit wann bist du hier? Das wird meine 11. Nacht.
Besichtigte Wohnungen? 9, oft waren da 20–30 Leute zur gleichen Zeit.
Und was gefunden? Ja, ab November kann ich einziehen. Solange bleibe ich hier.
Was hältst du von der Notunterkunft? Klopapier fehlt.    



Alex Nierbauer, 23 Jahre, studiert Bildungsplanung und Instructional Design

Seit wann bist du hier? Seit 10 Tagen.
Besichtigte Wohnungen? 5, dazu viele E-Mails und Anrufe.
Woran scheiterte die Wohnungssuche? Es gibt einfach nichts günstiges in Freiburg.
Was hältst du von der Notunterkunft? Ganz cool, man lernt Leute kennen. Dazu gibt es in der Stusie-Bar Internet. Es ist wie in der Jugendherberge.    



Andrew Mungereza, 23 Jahre, studiert Microsystems Engineering

Seit wann bist du hier? Seit 11 Tagen.
Besichtigte Wohnungen? Keine. Mit Hilfe des International Office bekomme ich ein Zimmer zum 1. November. Bis dahin schlafe ich hier.
Was hältst du von der Notunterkunft? Es ist nicht so schlecht, wie ich zuerst dachte. Allerdings gibt es in der Unterkunft kein Internet. Insgesamt freue ich mich sehr auf meine neue Wohnung.

 

Mehr dazu: