In der ehemaligen Playboy Bar soll bald ein Bistro eröffnen

Anika Maldacker

Seit Monaten sind die Scheiben verklebt und die Tür geschlossen: Die Playboy Bar in der Moltkestraße in Freiburg hat dicht gemacht. Momentan wird dort gewerkelt. Denn in zwei Wochen soll ein Bistro eröffnen.

Wie es mit den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten weitergeht, wusste lange keiner. Wohl aber die Nachbarn. Denn in der ehemaligen Playboy Bar wird gehämmert und gearbeitet. In zwei Wochen soll dort ein Bistro eröffnen. Tagsüber soll es internationale Speisen geben mit Schwerpunkt auf Tofugerichten. Abends soll der Ort zur Bar werden, so einer der künftigen Betreiber, der derzeit noch nicht namentlich genannt werden will.


Die Wände sind schon gestrichen, dezente orientalische Verzierungen deuten an, wie es später aussehen könnte. Vor kurzem, als das Playboy-Häschen noch an der Außenwand hing, war der Raum um einiges düsterer. Die schwarze Vertäfelung ist nun vorerst in den Keller verbannt worden. Darunter kamen die Originalwände der Playboy Bar zum Vorschein.

Die Playboy Bar war eine der letzten Bastionen des ehemals blühenden Freiburger Nachtlebens, als nachts noch Figuren wie Gina Wildkatze über die Pflastersteine stolzierten. Damals, in den 70er Jahren, kamen Persönlichkeiten wie Roberto Blanco oder Rudi Carrell in die Playboy Bar, um mit Gina Wildkatzes Mädchen zu flirten. Und sogar die Freiburger Stadträte seien nach den Ratssitzungen, so munkelt man, ab und an in der Playboy Bar anzutreffen gewesen.

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