In der Bahn verliebt: Wie findet man sich wieder?

Minh Duc Nguyen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bieten auf ihrer Website einen Service an, mit dem man Menschen, denen man in der Bahn oder im Bus begegnet ist, wiederfinden kann. Die VAG versucht sich mit "Haltestelle Herzklopfen" ebenso als Kuppler, die Resonanz ist bisher klein geblieben.



"Du hattest schwarze Lackschuhe an, zum Schnüren, mit leichtem Absatz. Haben uns ein paar mal in die Augen geguckt. Spichernstrasse bist du ausgestiegen, und jetzt ärgerts mich, dass ich dich nicht angesprochen habe..."


So schildert BVG-Fahrer Bommelmütze die Situation, die ihn dazu gebracht hat, bei "Meine Augenblicke" ein Gesuch aufzugeben. Viele kennen diese Situation: Man sitzt irgendwo in der Bahn einer fremden Person gegenüber. Die Person schaut einen an, man schaut zurück. Keiner sagt auch ein Wort. Der Blickkontakt aber bleibt. Vielleicht knistert es sogar. Aber dann kommt die Haltestelle, an der einer der beiden aussteigen muss. Nichts passiert. Was nun?

In Berlin kann man immerhin versuchen, den Schwarm wiederzufinden. Man geht auf die Website der Berliner Verkehrsbetriebe und checkt die Rubrik Meine Augenblicke. Dort stehen Nachrichten wie: "Ich habe den Busfahrer gesehen und angelächelt (...) fand ihn sehr sympathisch (...) nicht getraut ihn anzusprechen." Oder: "Ein Traum in Braun dachte ich (...) als du an die Haltestelle kamst, an der ich kurz zuvor den Bus verpasst hatte. Dafür schien die Sonne."

Um eine Nachricht hinterlassen zu können, müssen sich die Teilnehmer registrieren. Die Resonanz ist da, mittlerweile gibt es über 6800 Einträge.

Anders sieht es in Freiburg aus: Die VAG hat auf ihrer Website eine ähnliche Rubrik namens Haltestelle Herzklopfen eingerichtet. Sie ist bislang kaum beachtet und enthält nur einen Eintrag.

[Bild: BVG]

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