Immer mehr Schwarz-Fahrer

Adrian Hoffmann

In Freiburg sind vermehrt schwarze Taxis unterwegs. Wird das Hellelfenbein von deutschen Straßen verdrängt? Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen und haben herausgefunden: In Baden-Württemberg darf ein Unternehmen die Farbe seiner Taxis seit vergangenem Jahr selbst wählen. Warum das manchem Taxifahrer so wichtig ist:



Er kann Geld sparen. Detlef Matschenz, einer der Geschäftsführer von Taxi Freiburg, erklärt uns das:

  • Ein Taxifahrer muss nach einem Neukauf sein Auto nicht auf Hellelfenbein umlackieren. Sondern er kann es einfach so lassen, wie es ist.
  • Der Wiederverkaufswert eines hellelfenbeinfarbenen Taxis ist geringer als eines andersfarbenen Taxis. Die Farbe ist bei vielen möglichen Käufern unbeliebt.



In Freiburg seien bereits mehrere Taxis in schwarz, silbern und sogar hellblau unterwegs, sagt Matschenz. “Das ist eine Übergangsphase.” In Zukunft würden wohl noch mehr Taxis auf bunte Farben umstellen. Theoretisch dürfte man jetzt zur WM auch schwarz-rot-goldene Taxis fahren, aber das mache niemand, weil der Aufwand zu hoch sei für die kurze Zeit.

Das einzige Problem der farbigen Taxis, so sagen deren Fahrer: Mit dem Erkennungswert hapere es noch ein bisschen. Die Leute seien am Anfang einfach an ihnen vorbeigelaufen, ohne Notiz von ihnen zu nehmen, mittlerweile gewöhnten sie sich aber daran.

Der deutsche Taxiverband setzt sich dafür ein, dass die so genannte Farbfreigabe auch in anderen Bundesländern erfolgt, bislang ist die Farbwahl nur in Baden-Württemberg frei.