Im Stühlinger eröffnet das Restaurant "Das Quartier" im ehemaligen Auerhahn

Felix Klingel

In der Freiburger Gastro-Szene tut sich was: Am Freitag macht das Restaurant "Das Quartier" im Stühlinger auf – dort wo jahrelang der Auerhahn war. Im Quartier soll es moderne Hausmannskost geben, außerdem ist der Laden auch eine Bar.

Auf Freiburgs größter Meile abseits der Altstadt gibt es einen Neuzugang: "Das Quartier" in der Eschholzstraße will ein modernes Restaurant mit Bar sein. Der Laden eröffnet am Freitag im ehemaligen Auerhahn an der Kreuzung Eschholzstraße/Egonstraße.


Auf den Tisch kommen regionale und saisonale Speisen. "Ich weiß, das sagen alle, aber bei und ist es wirklich so", sagt Betreiber Christian Fehr und lacht. Seine Küche bezeichnet er als moderne Hausmannskost. Auf der Karte stehen etwa Salate, die sich nach Wahl mit Ziegenkäse-Lavendel-Crostinis oder Garnelen mit Zitruschutney verfeinern lassen. Außerdem einen Rinder-Burger mit Apfelchutney, den es auch als vegetarische Variante mit Ziegenkäse, Roter Beete und Rucola gibt. Außerdem gibt’s beispielsweise Süßkartoffel-Mousseline mit Gemüsechips und Sojasoße.

Whisky ist ein Steckenpferd des Inhabers

Neben einem Restaurant will Das Quartier aber auch eine Bar sein. Das Hausbier ist Fürstenberg, 0,4 Liter kosten 3,40 Euro. Außerdem gibt es das Helle von Hacker-Pschorr und Riegler. Alk-Frei löschen die üblichen Getränke den Durst – die Cola stammt allerdings von Sinalco. "Die ist frei von Nestlé und dem Coca Cola-Konzern", sagt Fehr. Den Kaffee gibt’s für 1,90 Euro.

Ein Steckenpferd vom Inhaber ist außerdem Whisky, "abseits von Jack Daniel’s und Jim Beam". Der Chef empfiehlt einen torfigen Lagavulin, oder, wer es etwas lieblicher mag einen Dalwhinnie aus Schottland. Zu Beginn gibt’s im Quartier einige dieser ausgewählten Sorten, doch die Karte soll noch wachsen.

Christian Fehr hat zuvor das Cheers betrieben

Der Betreiber Christian Fehr ist in der Freiburger Gastro-Szene kein Unbekannter: Acht Jahre hat er mit Partnern das Cheers betrieben, vorher war er Schichtleiter in der Schachtel. Zur Gastro ist Fehr während seines Studiums gekommen, als er nebenher in mehreren Freiburger Kneipen gearbeitet hat.

"Das Quartier ist für mich eine Weiterentwicklung, ich wollte noch einmal was eigenes machen, mit dem man vielleicht auch alt werden kann", sagt der 36-Jährige. Der Laden soll für alle Freiburger sein, die Lust auf gutes Essen und ein nettes Ambiente haben – und es soll eben ein Quartier für den Stühlinger sein, daher der Name. "Ich mag den Stühlinger sehr, die Eschholzstraße ist so ziemlich die einzig urbane Meile in Freiburg", sagt Fehr.

Etwa 100 Plätze hat das Restaurant

Zwei Monate lang haben er und sein Team den ehemaligen Auerhahn umgebaut. Etwa 100 Sitzplätze hat das Restaurant nun, die Räume sind in einem modernen Industrie-Look gestaltet, freigelegte Rohre und eine geflieste Bar, sowie offene Lampen prägen den Raum. Hinter der Bar versteckt sich jedoch auch noch eine Besonderheit aus der mehr als 100-jährigen Geschichte des Gebäudes: eine freigelegte Backsteinwand mit Torbogen.

Sonst will sich Das Quartier aber von seinem "etwas konservativen Vorgänger", wie Fehr sagt, abtrennen. Fußballübertragungen wie im Auerhahn finden nicht mehr statt und Raucher müssen im Quartier vor die Türe gehen. Für die Zukunft kann sich Fehr auch einen Brunch am Sonntag vorstellen, oder sogar kleinere Konzerte oder Lesungen im großen Gastraum.
Was: Eröffnung "Das Quartier"
Wann: Freitag, 15. September 2017, ab 11 Uhr
Wo: Egonstraße 48, Freiburg

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 11 bis 1 Uhr
Freitag und Samstag: 11 bis 2 Uhr
Sonntag: 12 bis 0 Uhr

Ab 11.30 Uhr gibt’s jeden Tag einen Mittagstisch, die Küche ist bis 22 Uhr geöffnet.