Im Stühlinger eröffnet bald ein Spielecafé

Joshua Kocher

Der Trend ist nun auch in Freiburg angekommen: Florian Högner und Thomas Krohn eröffnen am 15. September ein Spielecafé an der Ecke Klarastraße/Lehenerstraße. Für den letzten Schliff starten die beiden ein Crowdfunding.

Seit vier Jahren planen Florian Högner und Thomas Krohn an ihrem Herzensprojekt, einem Spielecafé. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem alles ganz schnell real wird: Am 15. September wollen sie ihren Laden in der Lehenerstraße 15 eröffnen – Kapital und Gründerkredit sind vorhanden. Über eine Maklerin haben sie ein Eckgeschäft in der Lehenerstraße bekommen, wo sich derzeit noch ein Teil eines Elektrogeschäfts befindet.


Leute, die den Online-Verleih nutzen, sind begeistert

Bisher haben Högner und Krohn ihrer Spielbegeisterung lediglich im Internet Ausdruck verliehen. Auf ihrer Homepage kann man Spiele ausleihen. Das lief "grundsätzlich gut", sagen die Beiden. Denn der Online-Verleih wurde nicht kommerziell betrieben. Die Leute, die ihn nutzten, waren immer begeistert. Der durchschnittliche Kunde sei meist Student und maximal 30 Jahre alt. Familien mit Kindern seien jedoch bisher Mangelware.

"Wir setzen auf junge, internetaffine Leute", die das Angebot in Anspruch nehmen, sagen sie.

Für die Ladeneröffnung scheinen sie ein gutes Timing erwischt zu haben: In ganz Deutschland sprießen zur Zeit Spielecafés aus dem Boden. In Dresden gab es eine Neueröffnung, in Hamburg und Osnabrück sind welche geplant. Nur in Südwestdeutschland ist das Angebot noch rar. Deshalb soll nun der langersehnte Traum der Beiden in Erfüllung gehen: ein eigenes Spielecafé.

Spielen, Café trinken und Einkaufen

Entstehen soll ein "schöner, offener Raum", der in einen Spiele- und einen Verkaufsbereich unterteilt ist. Im Spielebereich ist Platz für sechs Tische, an denen insgesamt 20 Leute sitzen können. Gespielt werden kann alles, was da ist. Gefällt etwas, kann das im Verkaufsbereich gleich mitgenommen werden. Zum Wohl der Kunden werden Getränke ausgeschenkt, darunter Kaffee aus der Region. Eine vollständige Gastronomie können die Beiden jedoch nicht anbieten.

Für eine Stunde Spielen wird pro Kunde ein Euro fällig. Die Deckelung liegt bei drei Euro, sprich: wer mehr als drei Stunden spielt, zahlt ebenfalls nur drei Euro.

Crowdfunding für den Feinschliff

Bis zum 15. September sind in den Räumlichkeiten noch kleinere Korrekturen fällig. Der Fußboden und die sanitären Anlagen müssen saniert und der Tresen ansehnlich gestaltet werden. Für die Beleuchtung der Tische wollen die Beiden einen Profi heranziehen.

Damit dieser finanziert werden kann, haben sie ein Crowdfunding gestartet. In der ersten Woche kamen bereits fast 3000 Euro zusammen (Stand 20. Juni, 17.30 Uhr).

Doch auch, wenn die Sammelaktion nicht erfolgreich sein sollte; der Laden wird eröffnet. Dafür geben Högner und Krohn ihre derzeitigen Jobs auf. Das Spielecafé wird zu ihrer einzigen Existenzgrundlage. Sie zeigen sich jedoch optimistisch.

Mehr zum Thema: