Im Kaiser Modehaus hat die Abteilung #missunderground eröffnet

Gina Kutkat & Marissa Müller

Nach dreimonatigem Umbau gibt es im Modehaus Kaiser ein neues Sortiment: Im Untergeschoss hat die Abteilung #missunderground eröffnet. Mit Marken wie Calvin Klein, Mango und Levi’s soll eine jüngere Zielgruppe erreicht werden.

Was schon zweieinhalb Jahre in Planung ist, wurde den Sommer über umgesetzt: Das Familienunternehmen Kaiser hat das Untergeschoss des Damenhauses in der Kaiser-Joseph-Straße 172- 174 innerhalb von dreieinhalb Monaten für über zwei Millionen Euro komplett umgebaut. "Wir haben die Baustelle in der KaJo genutzt, um selbst einen großen Umbau anzugehen", sagt Inhaber und Geschäftsführer Gerhard Kaiser.


Auf 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche wurde am Donnerstag die neue Abteilung #missunderground eröffnet. Der Name macht deutlich, in welche Richtung es gehen soll: Kaiser möchte für modische junge Menschen interessant bleiben. "Wir möchten beweisen, dass wir alle Zielgruppen bedienen und Fashionaddicts von 15 bis in jedes Alter abzuholen verstehen", so Kaiser. Das neue Sortiment ist aufgeteilt in die Bereiche "Feminin", "Casual", "Contemporary" und "Athletic". Die neue Architektur soll das Untergeschoss urbaner machen und weniger starr als früher sein.

Concept Store und Pop-Up-Bereich

Shops der spanischen Modekette Mango und des niederländischen Unternehmens Scotch & Soda richten sich an eine junge Zielgruppe. Auch Marken wie Levi’s und Calvin Klein sind neu dabei, Mainstreamfirmen wie Street One haben die Etage verlassen. "Der Name Mango hat schon viele junge Leute angezogen. Jetzt kommen sie hierher und finden noch mehr Angebote, die ihrem Geldbeutel entsprechen", sagt Anne-Katrin Albiez, Einkäuferin der neuen Abteilung.

30 Mitarbeiter sind für das Untergeschoss zuständig, das auch optisch einen Wandel vollzogen hat: Decke und Fußböden sind erneuert worden, die Räume wirken durch LED-Beleuchtung heller und offener. "Das Leitmotiv lautet Mobilität und Flexibilität", sagt Pressesprecherin Carmen Siecke. Es gibt einen Concept-Store-Bereich und eine Pop-Up-Fläche, auf der immer wechselnde Trends präsentiert werden sollen – als nächstes sind Gummistiefel der britischen Marke Hunter an der Reihe. "Auch die Schuhfläche wurde vergrößert und ist nun doppelt so groß", so Siecke.

"Statt Bar" heißt das neue Café

Das beliebte Untergeschoss-Café war schon vor dem Umbau in die erste Etage verlegt worden und hatte den Namen "Zita" erhalten – so hieß auch die Firmengründerin des Modehaus Kaiser. An seine Stelle ist die "Statt Bar" gezogen, ein modernes Bistro, das vom Café Schmidt betrieben wird. Dort gibt es nun Smoothies, Cupcakes, Café und kleine Salate in Weckgläsern.

240 Menschen arbeiten insgesamt beim familiengeführten Unternehmen Kaiser Mode, das bereits 1948 von Ernst Kaiser gegründet wurde. Heute wird es bereits in der zweiten Generation von der Familie Kaiser geführt. Neben dem Damenhaus gibt es noch ein Herrenhaus, den comma-Store und das Kaiser-Herrengeschäft "S1" in der Schusterstraße. Damit ist Kaiser Mode einer der größten Arbeitgeber in der Freiburger Innenstadt.

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