Im E-Werk hat das Restaurant Fluxus eröffnet

Marissa Müller

Hell, freundlich und kunterbunt gemischt: So sieht es im Fluxus aus. Seit dieser Woche hat das Restaurant im E-Werk geöffnet. Auf den Tisch kommt euro-asiatische Küche – vom orientalischen Blumenkohl bis zur Ofenkartoffel.

Das Ambiente

Lampen wie bei Omi und schräge Details: Das Fluxus hat eine helle und freundliche Atmosphäre. Kein Tisch und kein Stuhl passt zum anderen, aber trotz der wilden Mischung wirkt der Raum harmonisch. Im hinteren Teil des Restaurants fühlt man sich wie zu Hause im Wohnzimmer. Neben gemütlichen Vintage-Sofas und einem Klavier findet sich hier auch ein Sandkasten für Kinder. Betreiberin Claudia Held hat diesen beliebten Treffpunkt für Kinder schon in ihrem früheren Café "Heldenbude" besessen. "Essen und Trinken im Sand ist untersagt, weil dich sonst ein Monster jagt", erklärt ein Spruch in bunter Farbe an der Wand. Im Regal stehen Bücher und Brettspiele, im Hintergrund läuft gerade lateinamerikanische Musik.

Der Name

"Fluxus" ist eine Kunstrichtung aus den 60er Jahren, bei der es nicht um das Kunstwerk selbst, sondern um den Weg dahin geht und das spiegelt sich auch in der Philosophie des Restaurants wieder. Das Fluxus lebt und darf sich verändern. "Es ist auch ein bisschen ein auf-die-Schippe-Nehmen der ernsthaften Kunst", erklärt Claudia Held. Beim Namen steht aber nicht zwingend die Kunstrichtung im Vordergrund. Fluxus könnte man auch als eine Parodie von Luxus oder als eine Anspielung auf den Flux-Kompensator aus dem Film "Zurück in die Zukunft" sehen.

Das Besondere

Im Fluxus sollen sich alle Menschen wohlfühlen, sagt Claudia Held. "Vormittags und nachmittags kommen die Mamis mit ihren Kindern, zum Mittagstisch haben wir Geschäftsleute und abends ist es buntgemischt." Sie erklärt, dass das Fluxus ein veränderbarer Ort ist und mit den Menschen lebt, die vor und hinter der Theke stehen: "Hier arbeiten echt Hinz und Kunz". Der Betreiberin ist es besonders wichtig, dass sich die Menschen wie zu Hause fühlen. Deshalb gibt es auch eine offene Küche, in die jeder reinschauen darf. Ordnungs- und Gewohnheitsmenschen könnten allerdings ihre Probleme mit dem bunten und wandelbaren Fluxus haben.

Speise- und Getränkekarte

Der Name des Restaurants spiegelt sich auch in der Speisekarte wider. Angedacht ist, dass die Abendkarte alle vier Wochen und die Mittagskarte jede Woche wechselt. Die aktuelle Karte gibt’s auf der Website der Betreiber. Im Fluxus ist also nichts fest. Allein das Vesperangebot bleibt in der Karte bestehen. Abends gibt es hier euro-asiatische Küche, mittags ist es bunt gemischt. Von gefüllten Ofenkartoffeln über einen mongolischen Lammeintopf bis zu hausgemachten "Smokey baked beans" reicht das Mittags-Wochenangebot. Die ehemalige Gremmels-Köchin Vannina Sturm, die als Missy Moo‘s über die Marktschwärmerei Freiburg Chutneys und Saucen verkauft, kocht hier jeden Mittag frisch.

Viel Auswahl gibt es deshalb im Fluxus nicht, die Austauschbarkeit steht im Vordergrund. "Weniger ist mehr – wir setzen vor allem auf Hochwertigkeit", sagt Claudia Held. Hier gibt es kein klassisches Essen, die wilde Mischung macht‘s. Mittags Räucherbolognese, abends Ochsenbacke – das sind die Lieblingsgerichte der Betreiberin. Die Getränkekarte bleibt dem Motto treu – es gibt wenige, aber dafür oft wechselnde Weine. In einem Kühlschrank kann man sich mit Limos bedienen und nachmittags schmeckt der Cappuccino mit selbstgebackenen Kuchen noch besser.

Die Betreiber

Nach ihrem Projekt Café Heldenbude, das die gebürtige Freiburgerin Claudia Held rund zwei Jahre lang betrieben hat, suchte sie nach einem größeren Platz, um sich ausbreiten zu können. Im E-Werk ist sie dann fündig geworden. Gemeinsam mit Simon Rank, den sie schon lange und von früher kennt, stellte sie das Fluxus auf die Beine. An die Gastronomie hat Claudia Held schon früh ihr Herz verloren. Mit fünfzehn arbeitete sie bereits im Cheers: "Dann bin ich erstmal durch die Freiburger Gastro getingelt". Mit neunzehn ging sie zum Studieren nach Düsseldorf und gründete dort eine Familie. Mit drei Kindern und jeder Menge Gastro-Erfahrung zog es sie zwanzig Jahre später wieder nach Freiburg zurück. Familie und Herzlichkeit sind ihr wichtig – und das macht sich auch im Fluxus bemerkbar, in dem jeder herzlich empfangen wird und sich wie zu Hause fühlen soll.

Adresse und Öffnungszeiten

Das Fluxus befindet sich im E-Werk in der Eschholzstraße 77.

Montag bis Freitag 10 - 24 Uhr
Samstags 17 - 24 Uhr
Sonn- und Feiertags 14 - 24 Uhr

Web: Fluxus Freiburg

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