iJigg.com: Digg und YouTube für Musik

Carolin Buchheim

Im Web2.0 sind 'User driven Social Content'-Seiten wie Digg.com und sein deutsches Äquivalent yigg.de das große Ding; Die Nutzer bestimmen gemeinsam, wie wichtig eine Information beziehungsweise ein Link ist. Ebenfalls wichtig ist die Flash-Technologie, die YouTube und Konsorten zum Erfolg verhalf. Eine 'User driven Social Content'-Seite mit tollen Flash-Features gibt es jetzt auch für ungesignte Musik: iJigg.com

 

iJigg.com ist eine Kombination aus Digg.com und YouTube.com für Musik ungesignter Bands und Künstler.

Jeder registrierte iJigg-User kann mp3-Tracks über deren Rechte er verfügt zu iJigg hochladen. Diese Tracks werden dann, so wie Filme bei YouTube, bei iJigg in multifunktionalen Flash-Playern zur Verfügung gestellt. Man kann innerhalb des Players den Song nicht nur abspielen, sondern auch  bewerten ('Jigg it!').


Wie bei YouTube-Filmen ist der Player mit 'share'-, 'comment'- und 'embed'-Funktion versehen. Jeder bei iJigg vorhandene Song kann daher leicht in ein Blog, ein MySpace-Profil oder eine sonstige Website integriert und dort abgespielt werden.
Genau diese Funktion macht iJigg für ungesignte Künstler interessant: Je mehr Usern ein Song gefällt, desto weiter dürfte er sich über deren Weblogs und MySpace-Seiten verbreiten.



Wie bei Digg.com bewertet die iJigg-Community dies zu iJigg hoch geladenene Songs. Durch einen Algorithmus, der die Anzahl der Wiedergaben eines Tracks und dessen Verlinkungen mit einbezieht ersteht die iJigg-Rangliste.



Man kann sich als User, der auf der Suche nach neuer Musik ist, entweder auf die iJigg-Rangliste verlassen, den Track-Vorschläge unter einzelnen Songs folgen oder sich durch die verschiedenen Genres klicken. Stylistische Beschränkungen für iJigg-Tracks gibt es dabei nicht.
Als User hat man zudem die Möglichkeit, eine eigene Favoriten-Liste anzulegen und so seine liebsten iJigg-Tracks zu speichern.

iJigg gibt es erst seit knapp drei Wochen, und dementsprechend dürftig ist das Song-Angebot noch. Einige Nachteile des iJigg-Service sind auch jetzt schon offensichtlich:

  • Schon jetzt hatte iJigg Urherberrechts-Probleme, weil User Musik hochluden, über deren Rechte sie nicht verfügten;
  • Spamming ist ebenfalls, wie in den Anfangstagen von Digg.com ein großes Problem;
  • Es gibt innerhalb des Players keine Möglichkeit für Künstler, einen Link zu einer Band-Website oder weiteren Informationen über den Interpreten unterzubringen. So kann es passieren, dass man einen tollen Song einer tollen Band hört, und nicht weiß, wo man mehr Musik von genau diesen Leuten bekommt oder kaufen kann; und
  • Die Tracks können zwar so oft und so lang man will bei iJigg oder auf der eigenen oder einer fremden Website im iJigg-Player abgespielt, aber nicht gespeichert werden.
Trotzdem ein interessanter Service, der unter den verschiedenen Musik-von-ungesignten-Bands-für-Umsonst-Seiten schon durch seine innovative Flash-Technik hervorsticht.

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