Ich steh' dazu: Ich liebe meine Crocs

Kornelia Schiller

Gartenschuhe, Anglerlatschen, Schwitztreter - Croc-Besitzer, und natürlich auch die Träger der zahlreichen Imitate, müssen sich so einiges anhören. Kornelia, 30, aus Lörrach, trennt sich dennoch nicht von ihren Fußkrokodilen.



„Diese Schuhe haben ihre Berechtigung nur als Haus- oder Gartenschuhe“, pflegt meine beste Freundin Nina zu sagen. Die Rede ist hier nicht von irgendwelchen Birkenstocksandalen oder Gesundheitsschuhen, sondern von meinen grasgrünen Crocs, die ich über alles liebe! Nicht nur, weil sie so schön grün sind, sondern vor allem auch, weil sie so bequem sind. Auch das glaubt mir Nina nicht: „Die und bequem? Da schwitzt man doch sicher nur drin!“ Tut man nicht – aber davon werde ich Nina wohl auch nicht überzeugen.


Ich gebe zu, dass ich anfangs Bedenken hatte, meine Crocs auszuführen, als ich sie vor zwei Jahren bei einem Urlaub in Israel erstand. Es war meine dreijährige Nichte, die mich auf die Crocs brachte – sie besaß ein süßes kleines Paar als Hausschuhe. Bei diesem Anblick hatte ich sofort das Gefühl „Die muss ich haben!“ Genau zwei Tage später war ich stolze Besitzerin eines Paares grasgrüner Crocs.

Wie gesagt, das war vor zwei Jahren, da waren Crocs hier in Lörrach noch nicht straßenfähig, sondern wurden lediglich von Ärzten in Krankenhäusern getragen. Und so fristeten auch meine Crocs ihr Dasein als Hausschuhe und alle meine Besucher machten sich lustig über meine „ach so seltsamen Schuhe“. Und nun besitzen sie selbst welche, was ich zum Schreien komisch finde.

Mittlerweile habe ich auch ein zweites Paar: schwarze Crocs. Während die Grünen jetzt an die frische Luft dürfen, ist den schwarzen Crocs die häusliche Umgebung zu eigen. Und auch Nina hat sich langsam damit abgefunden, dass sie immer wieder den Anblick ertragen muss, wenn meine „Krokodile“, wie ich die Schuhe liebevoll nenne, statt einfacher Flip Flops meine Füße zieren.

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