Ich steh' dazu: Ich lerne Chinesisch

Jonas Heimrich

England oder Französisch lernt fast jeder. Der 15-jährige Jonas Heimrich aus Wittnau lernt in seiner Freizeit Chinesisch - und steht dazu.



"Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich angefangen Chinesisch zu lernen, da mich China fasziniert. Die chinesische Baukunst mit ihren hölzernen Pagoden und Tempeln, die Vielfalt der Natur innerhalb des Landes: im Westen die nebelverhangenen, mystisch wirkenden Berge; im Osten das rauschende Meer und die glänzenden Fassaden der Großstädte. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war aber auch, dass ich später Sprachen und Volkswirtschaftslehre studieren möchte. Außerdem spielen die stetig wachsende Bedeutung Chinas im Weltgeschehen und des Chinesischen in der Finanz- und Wirtschaftsbranche eine Rolle.


Bisher hatte ich zwei Chinesisch-Module im Freiburger Konfuzius-Institut, und ich habe auch schon etwa 300 Wörter gelernt. In jeder Unterrichtsstunde behandeln wir ein Kapitel aus unserem Lehrbuch, wir besprechen Vokabeln, lesen Texte, üben die Aussprache und gehen die gestellten Aufgaben durch. Die Chinesen haben eine Schreibweise, Pinyin, die in unserem Alphabet geschrieben wird, so dass Ausländer leichter Chinesisch lernen können.

Diese Schriftweise zeigt demjenigen, der Chinesisch lernt, immer auch die dazugehörenden Töne an. Im Chinesischen gibt es fünf Töne, nach denen sich die Betonungen der einzelnen Wörter richten. Außerdem gibt es bis zu 60000 Schriftzeichen, aber kaum Grammatik. Um zum Beispiel eine Zeitung lesen zu können, braucht man 3000 bis 4000 Schriftzeichen, was in Anbetracht der insgesamt 60000 Schriftzeichen genau genommen  ein Klacks ist.

Ich werde auch in Zukunft Chinesisch lernen und begeistert Wörter, Schriftzeichen und alle sonstigen Informationen über das „Reich der Mitte“ in mich aufsaugen."

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