Ich steh' dazu: Ich finde die NATO gut

Susanne Serr

Ab Freitag wird beim NATO-Gipfel in Kehl der 60. Geburtstag des Nordatlantik-Bündnisses gefeiert. Rund um den Gipfel werden Proteste von NATO-Kritikern und Gegnern erwartet. VWL-Studentin Susanne Serr (24) aus Lauf wird nicht dabei sein. Denn sie findet die NAT0 gut.



"Bei politischen Diskussionen über die NATO bin ich meist die Einzige, die für das Bündnis spricht. Die NATO-Mitgliedsstaaten seien alles wohlhabende Länder mit geringen politischen und gesellschaftlichen Problemen, sagen die anderen. Und weil diese Staaten nur ihre eigenen Interessen vertreten, werde die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.


Liest man aber mal die Grundsätze des Nordatlantikvertrages, nach denen die Nato handelt, dann ist da ehrlich nichts Schlechtes zu finden. Oder was ist an den ‚Grundsätzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts’ schlecht? Ich sage ja nicht, dass die Politik schon am Ziel ist, aber ich bin zuversichtlich! Dank transatlantischer Institutionen wie der NATO können wir viel erreichen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Kosovo-Krieg Ende der 90er Jahre. War ich erleichtert, als die NATO eingegriffen hat und die systematische Verfolgung der Kosovoalbaner beenden konnte. Wer hätte damals helfen können, wenn nicht die NATO?

Das Tolle an der NATO ist auch, dass sie sich dem Wandel der Weltpolitik anpasst: Frühere Ziele, zum Beispiel die Erhaltung des politischen Gleichgewichts in Europa während des Kalten Krieges, haben sich weiterentwickelt. Heute sind ehemalige Gegner Partner, die gemeinsam die Sicherheit in der Welt garantieren. Zu den wichtigsten Aufgaben der NATO zählen die Rüstungskontrolle, die Abrüstung und die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen.

Ich bin deshalb überzeugt: Die NATO macht unsere Welt sicherer und besser. Denn nur Frieden und Stabilität führen zu Wohlstand – für alle.“