Ich steh' dazu: Ich bin Volksmusiker

Sarah Nagel

Als Musiker auf der Bühne die Massen begeistern - das wollen viele Jugendliche. Aber wer träumt schon davon ein bekannter Volksmusiker zu sein? Der 16-jährige Kevin Pabst hat genau das geschafft - und findet das Leben zwischen dem Grand Prix der Volksmusik und Discosound am Wochenende sehr reizvoll.



Man kann sagen, dass ich in der Volksmusik zu Hause bin. Meine Fans wünschen sich meine Musik auf SWR4, schreiben mir Fanpost und bitten mich um Autogrammkarten. Klar, das sind hauptsächlich ältere Leute. Für sie bin ich meistens nur „der Kevin“, nicht Kevin Pabst. Es ist nicht so, dass ich unbedingt Volksmusiker werden wollte, aber als Solotrompeter hat man nicht so viele Alternativen. Wenn ich mit meiner Trompete bei The Dome spielen würde, käme das wahrscheinlich nicht so gut an. Ich spiele aber auch in der Jazz-AG meiner Schule. Wenn ich live spiele, passe ich mich  dem Publikum an und spiele auch mal einen Qué-séra-Walzer.


Mein neues Album ist eine Mischung aus Spanish Pop, Discofox und Balladen. Damit melde ich mich auch beim Grandprix der Volksmusik an.

Es ist cool, mit 16 Jahren schon mit seinem Hobby Geld zu verdienen. Mit der Schule – ich gehe in die elfte Klasse des Hebel-Gymnasiums in Lörrach – klappt es gut. Auch wenn ich ab und zu fehle. Im Dezember war ich zum Beispiel mal zwei Wochen auf Tour mit Gabi Albrecht, die die Krone der Volksmusik trägt. Wenn ich abends weggehe, tanze ich natürlich nicht auf Volksmusik. Da läuft Discosound – ganz normal.

Na gut, wenn ich auf einer Party ein Mädchen kennenlerne, sage ich ihr nicht gleich: Ich bin Volksmusiker. Eher: Ich bin Musiker. Aber mittlerweile wissen das eh alle. Meine jetzige Freundin unterstützt mich bei dem, was ich mache. Meine Kumpels aus dem Fußballverein und aus der Schule auch – beste Voraussetzungen dafür, dass es mit dem Grandprix klappt.

[Aufgezeichnet von Sarah Nagel]


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