"Ich fand' das Mathe-Abi asozial!" Video & Umfrage: Mathe-Abi 2015 - Wie war's?

Noah Löffler & Patrick Schuble

Am Donnerstagmorgen haben die Abiturientinnen und Abiturienten in Baden-Württemberg ihr Mathe-Abi geschrieben. Erkenntnis Nummer 1: "In den letzten Jahren war es viel einfacher!" Was die Schüler noch so gesagt haben:





Jonathan, 17

"Bei mir war es ganz OK. Ich hab schon schlechtere Arbeiten geschrieben, aber auch schon bessere. Im Pflichtteil gab es den ganzen Standard-Kack: aufleiten, ableiten, Integral berechnen und so. Im Wahlteil gab es eine Analysis-Aufgabe mit einer Population, deren Wachstum man berechnen sollte, und eine Geometrie-Aufgabe mit einer Markise über einer Terrasse, wo man auch ein paar Sachen berechnen musste. Mit Englisch geht es weiter, da werde ich am Wochenende auf jeden Fall noch was machen. Aber insgesamt nicht mehr so viel wie davor. Ich bin jetzt auch auf jeden Fall entspannter, weil Mathe geschafft ist."



Paula, 17

 
"Ich fand es schrecklich. Mathe halt. Da bin ich richtig schlecht. Bei Geometrie kam ziemlich viel mit Vektoren und man musste Schnittpunkte berechnen. Es war echt „wäh“. Das meiste davon braucht man auch nie wieder. Außer vielleicht Wahrscheinlichkeit oder Wachstum – für wirtschaftliche Zusammenhänge. Das Problem ist, dass ich morgen auch noch Französisch schreibe, also geht es gleich weiter. Aber dafür mache ich dann am Freitag irgendwas richtig Cooles mit meiner besten Freundin – uns irgendwie ablenken."



Marie-Celine, 18

"Ich hätte gedacht, dass ich viel besser beurteilen kann, wie es gelaufen ist. In Mathe weiß man eigentlich schon, ob man was hingekriegt hat, oder nicht – aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Der Pflichtteil war ganz ok, aber ich saß am Ende noch ewig da und mir ist gar nichts mehr eingefallen. Die eine Hälfte war ganz gut, die andere Hälfte war scheiße. Ich habe mit meinem Lehrer gewettet und der meinte, ich schaffe zehn Punkte. Aber das halte ich für sehr hoch gegriffen. Ich schätze mich da eher schlechter ein. Mein Ziel sind so fünf Punkte – mal gucken. Das größte Problem hatte ich mit Analysis. Davon habe ich keine Ahnung. Ich kann auch nicht mit dem Taschenrechner umgehen."



Hannah, 18

"Zwischendurch musste ich zwar was essen, aber die restliche Zeit habe ich voll ausgenutzt. Am Ende hatte ich sogar noch einen Geistesblitz, aber dann hat die Zeit leider nicht mehr gereicht. Ich bin auch nicht gerade ein Mathe-Genie. Dafür lief es aber ganz gut. Die Wahrscheinlichkeitsaufgabe im Pflichtteil fand ich sehr schwer. Ich habe zwar ein bisschen was hingeschrieben, aber ich habe keine Ahnung ob das richtig ist."



Constantin, 18

"Also ich fand es jetzt schon sauschwer, obwohl ich eigentlich nur für Mathe gelernt hatte. Dafür war es jetzt nicht so gut. Ich weiß nicht einmal mehr, was genau drankam. Das ist alles zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Die Hauptsache ist, dass es jetzt endlich vorbei ist. Mathematisches Verständnis ist später schon wichtig, aber das ganze Kleinzeugs, das wir da lernen mussten, brauche ich wahrscheinlich nie wieder. Heute Abend gibt es erst einmal ein Bierchen."



Janna, 18

"Bei mir lief es mäßig gut. Ich fand das Mathe-Abi ziemlich asozial. Die Aufgaben in den letzten Jahren waren auf jeden Fall einfacher. Vor allem der Geometrie-Teil war richtig, richtig schwer. Da waren überall so Sachen versteckt, bei denen ich dachte: „Waaas?!“ Irgend so eine Aufgabe mit einer Markise... Da wusste ich überhaupt nicht, was ich machen sollte. Eigentlich bin ich gar nicht so schlecht in Mathe, aber jetzt bin ich schon sehr froh, dass es vorbei ist. Jetzt gehe ich erst einmal zu meinem Freund – schlafen – und dann heute Nachmittag nochmal Bio und Englisch angucken."

Mehr dazu:

[Fotos: Patrick Schuble]