Hungerstreik in der JVA Freiburg beendet

Frank Zimmermann

Machtdemonstration wegen eines schwulen Kochs? Warum 70 Häftlinge der JVA Freiburg hungerstreikten, ist noch immer nicht ganz klar. Fakt ist: Nun haben sie ihren Streik beendet - und essen wieder.



Der Hungerstreik in der Justizvollzugsanstalt Freiburg, dem sich zuletzt 70 Häftlinge angeschlossen hatten, scheint beendet. "Die allermeisten Gefangenen nehmen die Anstaltskost wieder zu sich", so ein Sprecher des Justizministeriums. Nur ganz wenige würden das Essen der Anstaltsküche noch verweigern. Sie würden aber nicht hungern, sondern sich mit Essen aus dem Anstaltsladen, in dem jeder Gefangene selbst einkaufen kann, versorgen. Ein Teil der an dem Protest beteiligten Gefangenen wurde in andere Anstalten verlegt. Die Gründe der Weigerung, das Essen aus der Anstaltsküche zu sich zu nehmen, liegen noch im Dunkeln. Angeblich protestierten die Häftlinge, bei denen es sich überwiegend um Russlanddeutsche handelt, gegen einen Homosexuellen in der Anstaltsküche. Das Justizministerium vermutet eine Machtdemonstration.


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[Foto: dpa]