H&M lässt in den USA unverkaufte Kleidung vernichten

David Weigend

In diesen Tagen schwappt eine Welle der Empörung durch die Vereinigten Staaten: Die Verantwortlichen der schwedischen Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H & M) ließen in einer New Yorker Filiale nicht verkaufte Ware gezielt zerschneiden und im Müll entsorgen.

Die Kleidungsstücke, darunter Männerjacken, trugen noch Original-Preisschilder, etikettiert mit 59 $, 79 $ und 129 $. Die Jacken waren aufgeschlitzt, so dass die Füllung herauskam. Bei Handschuhen wurden die Finger abgeschnitten. Ein ähnliches Bild bot sich einige Häuser weiter in den Mülltonnen von Wal Mart.


Eine Sprecherin der Hilfsorganisation New York Cares sagte: "Wir wären dankbar dafür, ungetragene Mäntel anzunehmen. Es kommt öfters vor, dass Unternehmen uns Kleidung schicken." Bislang hat H & M an solch einer Aktion trotz einer entsprechenden Bitte kein Interesse gezeigt. Die Kleidungsvernichtung von H & M wirkt besonders unsinnig angesichts der momentanen Kältewelle, die sogar in Florida für Frost sorgt. Viele Menschen müssen frieren.

Auf fudder-Nachfrage sagte eine Angestellte der Freiburger H & M-Filiale: "Unverkaufte Ware schicken wir zurück in die Zentrale nach Ulm. Was dort damit passiert, weiß ich nicht."

[Quelle: New York Times]

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